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Das alte Jahr ist kaum vorbei, schon hat uns der Alltag mehr oder weniger wieder eingeholt.  Bevor ich meinen Fokus nun komplett nach vorn richte, ist es an der Zeit für einen kleinen Jahresrückblick. Dieses Jahr war mit Sicherheit nicht mein erfolgreichstes bisher, es deswegen als schlecht zu bezeichnen wäre allerdings falsch. Neben einigen Rückschlägen gab es auch Erfolge und viele schöne Momente, die ich erlebt habe.

Wie auch schon in den Jahren zuvor, startete die Laufsaison 2014 mit der OIE- Nahe- Crosslaufserie im Januar. Insgesamt vier Läufe hat diese Serie zu bieten, von denen drei absolviert werden müssen, um in die Gesamtwertung zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt war meine Form nun ja, nicht gerade exzellent, sondern eher bescheiden. Über die Weihnachtszeit und danach,hatten sich einige Zusatzpfunde um mich herum angesammelt, worunter meine Laufökonomie deutlich litt. Nichts desto Trotz, konnte ich nach insgesamt 3 Läufen den 2. Gesamtplatz vorweisen, womit ich letztendlich nicht ganz unzufrieden war.

Bis zum Heidelberg Halbmarathon im April hatte ich mir fest vorgenommen in Topform zu kommen und ein paar Kilos abzunehmen. Leider konnte ich dieses Vorhaben aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen nicht verwirklichen und war deswegen sehr frustriert. Es kam wie schon vorher befürchtet, zum ersten Mal in 6 Jahren konnte ich meine Bestzeit auf dieser Strecke nicht unterbieten. Da diese Veranstaltung im Jahr 2008 quasi der Initiator für den Start meiner Laufkarriere war, ist mir diese fast schon heilig. Umso enttäuschter war ich über das Ergebnis, welches ein Resultat aus nicht eingehaltenen Vorsätzen war.

Heidelberg Halbmarathon 2014 beim Zieleinlauf
Heidelberg Halbmarathon 2014 beim Zieleinlauf

Nach diesem verkorksten Wettkampf kam mit der USA-Reise im Mai mein absoluter Jahreshöhepunkt. Zusammen mit meinem Bruder und zwei guten Freunden machten wir in einem Mietwagen den Westen der USA unsicher. Diesen Trip hatten wir schon lange vorher geplant und freuten uns riesig darüber, dass es nun wirklich geklappt hatte. Für alle von uns waren diese 3 Wochen eine unvergessliche Zeit, an die wir noch lange zurückdenken werden. Es tat wirklich gut mal etwas Distanz zu meinem verbissenen Hobbysportler-Leben zu gewinnen und einfach mal zu genießen, ohne ständig nachzudenken wie ich die nächste Einheit am besten gestalte.

Mit meinem Bruder und Stefan vor dem Grand Canyon
Mit meinem Bruder und Stefan vor dem Grand Canyon

Es brauchte eine ganze Weile nach diesen 3 abenteuerlichen Wochen, bis ich mich in meinen Laufschuhen wieder einigermaßen wohl fühlte.

Aber das war nicht weiter schlimm, denn der nächste wichtige Wettkampf war erst im September, der Firmenlauf in Birkenfeld. Nach meinem bisherigen Dauerabonnement auf Platz zwei, konnte ich dort dieses Jahr zum ersten Mal den Gesamtsieg feiern. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich wirklich fit, denn ich hatte ca. 7 Kilo abgenommen und meine Grundschnelligkeit war so hoch wie schon lange nicht mehr.

Nach dem ersten Anstieg beim Firmenlauf in Birkenfeld Quelle: Rhein-Zeitung

Das nächste Ereignis ließ aber nicht lange auf sich warten. Eine Woche nach diesem tollen Sieg, stand nämlich der Halbmarathon in Traben- Trarbach auf der Agenda. Ohne Zweifel, war dies ein echter Höhepunkt in diesem Jahr, denn ich erreichte eine neue persönliche Bestzeit von 01:17:30 über die Halbmarathondistanz.

Im Ziel nach persönlicher Bestleistung in Traben- Trarbach
Im Ziel nach persönlicher Bestleistung in Traben- Trarbach

Warum auch immer wurde ich nach diesen Erfolgen etwas nachlässig. Zahlreiche Partys und jede Menge ungesundes Essen führten schon bald zu einem Tiefpunkt, den ich mit noch mehr Training kompensieren wollte. Es dauerte nicht sehr lange, bis mein Körper und mein Geist sich die Pause nahmen, die ich ihnen über Wochen verwährte. Als ob man einen Schalter umgelegt hätte, hatte ich von Training und Disziplin plötzlich die Nase gestrichen voll. Ich war so am Boden zerstört,  sodass ich sogar den Frankfurt Marathon absagen musste, an dem ich eigentlich eine neue persönliche Bestzeit aufstellen wollte. Dies war mit Sicherheit der größte Rückschlag in meiner bisherigen Karriere als Hobbysportler. Ich entschied mich erst mal eine Pause einzulegen, bis mich das Verlangen nach Bewegung wieder in meine Laufschuhe schlüpfen ließ.

Nach mehreren Wochen ohne Sport, fing ich dann langsam wieder an zu Laufen. Wichtige Wettkämpfe standen im restlichen Jahr keine mehr an, also trainierte ich mehr oder weniger planlos vor mich hin. Einfach weil ich Lust hatte zu Laufen, nahm ich an Heiligabend zusammen mit meinem Freund und Trainingspartner Markus kurzentschlossen am Bärenfels- Heiligabendmarathon teil. Dafür dass wir ohne große Ambitionen an diesen Lauf herangingen, waren wir beide mit dem Ergebnis (Markus 03:13:16; Ich 03:08:42) sehr zufrieden.

Startaufstellung zum Bärenfels- Heiligabend- Marathon
Startaufstellung zum Bärenfels- Heiligabend- Marathon

Nachdem ich nach diesem Marathon mal wieder jegliche Regenerationstipps außer ließ, endete die Laufsaison 2014 schließlich nach Unmengen an Festtagskalorien und einem  nicht wirklich zufriedenstellenden 4. Platz beim Silvesterlauf in Mörschied.

Was das Jahr 2015 bringen soll, ist noch nicht ganz klar. Momentan befinde ich mich noch in der Zielfindungsphase. Die Richtung geht aber dieses mal scheinbar mehr auf Wettkämpfe von 42 Kilometern PLUS.

Sobald  mein Fahrplan für diese Saison feststeht, werde ich auch darüber einen kurzen Artikel schreiben.

 

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