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Der letzte Beitrag auf meinem Blog ist nun schon eine ganze Weile her. In dieser Zeit ist einiges passiert. Eigentlich war für Ende Oktober die Teilnahme am Frankfurt Marathon geplant, Hotel und Startnummer waren schon gesichert. Doch irgendwie kam alles anders als geplant.

Ich hatte mir so einiges vorgenommen für Frankfurt. Eine Zeit zwischen 02:40 und 02:45 sollte es schon sein. Ich war guter Dinge dieses Ziel auch erreichen zu können. Noch während keiner anderen Marathonvorbereitung zuvor, habe ich so fleißig Kilometer gesammelt.

Nach einem für mich sehr erfolgreichen Halbmarathon im September mit einer neuen Bestzeit von 01:17:30 fühlte ich mich so richtig gut. Ohne eine Pause einzulegen trainierte ich fleißig weiter und legte eine 150 km Woche nach. Die folgende Woche schraubte ich etwas zurück.

Insgesamt 3 Wochen später, dienstags beim Intervalltraining, ging plötzlich gar nichts mehr. Ich hatte keine Kraft mehr und fühlte mich total ausgelaugt, auch der Kopf wollte irgendwie nicht mehr. Okay sowas passiert, vielleicht hatte ich nur einen schlechten Tag erwischt dachte ich mir und versuchte es einen Tag später erneut. Doch das Resultat war das gleiche wie zuvor.

Ich entschied mich eine 2-tägige Pause einzulegen und die folgende Trainingseinheit mit einem Tempodauerlauf auszufüllen. Wieder einmal musste ich nach kurzer Zeit abbrechen, es ging einfach nichts….

Total enttäuscht und mit meinem Latein am Ende, entschied ich mich nach insgesamt 2 Wochen voller missglückter Trainingseinheiten, nicht am Frankfurt Marathon teilzunehmen. Diese Entscheidung ist mir wirklich sehr schwer gefallen, denn eigentlich sollte dies mein Saisonhighlight werden.

Woran hat es gelegen? Habe ich es wirklich so übertrieben? Fühlt sich so Übertraining an? Gibt es so etwas wie Übertraining überhaupt? Bin ich einfach ausgelaugt oder ist das alles nur Kopfsache?

Ich habe keine Ahnung, aber auf jeden Fall werde ich mehr auf folgende Punkte achten:

  • Auf ausreichende Regenerationszeiten achten.
  • Kilometerumfänge nur langsam erhöhen.
  • Keine 150 km Wochen mehr.
  • Nicht so sehr auf ein Event versteifen.
  • Wieder mehr Spaß am Laufen haben, denn das ist der Grund warum ich damit angefangen habe.

Die nächste Zeit werde ich erst einmal nur locker trainieren und versuchen ein paar Kilos zu reduzieren. Irgendwie wurde ich in letzter Zeit mit meiner Ernährung wieder etwas nachlässig. Mit intermittierendem Fasten habe ich zuletzt sehr gute Erfahrungen gesammelt. Das bedeutet, dass man die tägliche Nahrungsaufnahme auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Ich habe die 16/8 Methode angewandt was bedeutet nach dem Abendessen eine 16 Stündige Essenspause einzulegen und erst mittags am folgenden Tag zu essen.

So, das war mal wieder ein kleiner Einblick in mein Hobbyläuferleben. Ich nehme mir vor in nächster Zeit mal wieder öfter von mir zu berichten.

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2 comments

  • Nicht zu sehr auf ein Event zu versteifen ist glaube ich ganz wichtig. Das war bei mir zumindest in dieser Saison – so vermute ich zumindest – ein weiteres Mal der Knackpunkt.

    Wenn man im Kopf locker ist, klappt es auch mit den anderen Punkten deutlich eher.

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      Da hast du vollkommen Recht Hannes. Ich hatte diese Zielzeit im Kopf und wollte um diese zu erreichen alles geben. Ich hatte nichts anderes mehr im Kopf, also hatte ich auch große Angst zu scheitern, was den Druck noch weiter erhöht hat.
      Da vergisst man mal schnell, warum man eigentlich läuft.
      Aber wie es ja so schön heißt, man lernt aus seinen Fehlern. Einfach mal öfter ne Pause machen, schließlich verdienen wir nicht unser Geld damit, sondern tun es aus Spaß.

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