Heute ist Weihnachten, das Fest der Liebe, Besinnlichkeit und der Familie. Für alle Verrückten, die vor der Bescherung nochmal so richtig Dampf ablassen wollen gibt es zum Glück eine Lösung.

Den Bärenfels Heiligabendlauf, an dem auch mein Trainingspartner Markus und ich am Start waren.  Neben einem Schüler- und einem 8,5 Kilometer Lauf, gibt es auch einen Marathon im Angebot. Selbstverständlich haben wir uns für den Marathon angemeldet, um so viele Kalorien wie möglich vor dem großen Fressen verbrennen zu können.

Die Langschläfer unter den Lauffreaks haben es schwer an diesem Tag, denn gestartet wird bereits um 08:15 Uhr. Selbst für mich, der nur 20 Minuten Fahrtzeit vom Austragungsort entfernt wohnt, hieß es um 05:30 Uhr raus aus den Federn. Der Gedanke dem Wecker den Garaus zu machen, fand ich kurzzeitig recht attraktiv, doch da war ja noch Markus, der mich um kurz vor sieben abholen kam.

Natürlich hatte ich wie immer bereits am Vorabend alles vorbereitet, außer um meinen Haferbrei, musste ich mir also um nichts mehr Gedanken machen. Pünktlich wie immer stand Markus dann um kurz vor sieben auf meiner Matte, bereit für den Bärenfels 😉

Kurze Zeit später erreichten wir unser Ziel. Unter einer Brücke, im Scheinwerferlicht eines laufenden PKW´s, nahmen wir unsere Startnummern entgegen und begaben uns zurück zu unserem Auto wo wir noch ein wenig relaxten. Auf das übliche Warm-Up verzichteten wir dieses Mal, denn da wir ja nur locker laufen wollten, hatten wir ja die nächsten 42 Kilometer genügend Zeit um warm zu werden.

Startnummernausgabe

Los ging es dann pünktlich um 08:15 Uhr, auf die Erste von insgesamt 5 hartnäckigen Runden. Die ersten Läufer setzten sich relativ schnell ab, danach kamen Markus mit  seinem Kumpel Max und ich. Am ersten Anstieg, der nicht lange auf sich warten ließ, musste ich Markus etwas bremsen, denn das Tempo kam mir zu hoch vor. Bei insgesamt 5 Runden, wovon auf jeder knapp 200 Höhenmeter überwunden werden mussten, könnte ein zu hohes Anfangstempo sich später böse rächen.Start

Höhenprofil gesamtDie anspruchsvollste Passage des Kurses war so steil, dass wir diese gehen konnten, ohne dabei wirklich Zeit zu verlieren. Unterwegs machten wir an jeder Verpflegungsstation halt und ließen uns dabei relativ viel Zeit um unsere Energiereserven mit dem reichhaltigen Angebot an Getränken und Essen wieder aufzufüllen. Ich verfolgte dabei die Cola – Spekulatius – Taktik, die wie sich später herausstellen würde gar nicht so verkehrt war.

Kurz vor dem Start, hatte ich mich in Sachen Schuhwahl nochmal umentschieden. Statt die leichten Nike Lunarracer, entschied ich mich für meine neuen New Balance 1210 v4, die ich zuvor noch nie getragen habe. Mir ist durchaus bewusst, dass man niemals neue Schuhe an einem Marathon tragen sollte, aber ich hatte starke Bedenken, dass meine Nike mit den matschigen Streckenverhältnissen nicht zurecht kommen würden. Meine Entscheidung war scheinbar gar nicht so schlecht, denn ich hatte keinerlei Beschwerden während des ganzen Marathons, etwas traurig war ich nur darüber wie die neuen Schuhe danach aussahen. New-Balance

Es war ein relativ unspektakuläres Rennen ohne große Duelle und Zwischenfälle. Da wir uns in diesem angenehmen Tempo gut unterhalten konnten, wurde uns auf der immer gleichen Runde auch nicht langweilig. Kurz vor Beginn der letzten Runde fühlten sich meine Beine noch richtig gut an und ich entschied mich das Tempo gegen Ende noch etwas zu verschärfen. Christian-Markus-Bärenfels

Nach drei Stunden und acht Minuten, beendete ich schließlich erfolgreich das Rennen. Meine Uhr zeigte zwar nur 40,27 Kilometer an, dennoch war ich mit einem Schnitt von 04:38 auf dieser anspruchsvollen Strecke mit knapp 1000 Höhenmetern ganz zufrieden.

Markus kam nach 3 Stunden und 13 Minuten ins Ziel, er hatte in der letzten Runde leichte Krämpfe bekommen und zog aus diesem Grund nicht mit mir mit.

Danach ging es auf direktem Wege nach Hause, wo ich mit Markus noch eine Tasse Kaffee genoss und ihm sein Weihnachtsgeschenk überreichte, bevor er weiter nach Hause fuhr.Markus Weihnachtsgeschek

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