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Trainingstagebuch

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Fotoshooting mit Alex Deych

Es war ein kühler und windiger Sonntagnachmittag, als ich mich mit Alex in Frankfurt traf. Alex ist ein sehr freundlicher und aufgeschlossener Typ. Wir hatten im Vorfeld schon einige mehrstündige Telefongespräche geführt und waren uns deshalb schon vertraut.

Mein Kofferraum war vollgepackt mit Schuhen in den verschiedensten Farben und allen möglichen Laufoutfits. Dieses ganze Zeugs, mussten wir noch irgendwie, zwischen die beachtliche Kameraausrüstung von Alex quetschen. Es war ein regelrechtes Tetrisspiel! Nach ein paar Game Overn, konnte es endlich losgehen!

Mich hatte es schon immer interessiert, wie so ein professionelles Fotoshooting abläuft. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit dazu! Es fing alles an mit einer Nachricht, die eines Tages, in mein Instagram Postfach flatterte.  Ich dachte zuerst, dass es sich wieder um irgend so eine unseriöse Anfrage, oder ein dubioses Geschäftsangebot handelt… Aber dieses Mal nicht! Die Nachricht stammte von Fotograf Alex Deych und dass was ich auf dem Instagram Profil und der Webseite von Alex sah, gefiel mir sehr gut. Ich fackelte also nicht lange und tippte ein OK in mein Handy ein.

Unser erster Spot lag zwischen ein paar riesigen Wohngebäuden, mitten in Frankfurt. Alex startete schon mal mit dem Aufbau seiner Ausrüstung. Währenddessen, schlüpfte ich zitternd, in der Eiseskälte in mein Runningoutfit. Unter den neugierigen Blicken, vorbeilaufender Passanten, kam ich mir dabei etwas komisch vor.

Alex hatte da diese Mauer im Blick. Auf der könnte man bestimmt ein super Foto schießen, meinte Alex. Voller Elan, stemmte ich mich die Mauer empor und blickte in die Augen, zweier riesiger Dobermänner, die mich bellend empfingen. Das Bild auf der Mauer hatte sich damit erledigt! Stattdessen, schossen wir das Foto einfach vor der Mauer.

Portfolio photoshooting in Frankfurt

Als Alex mir anfangs erzählte, dass wir heute nur an 3 Orten shooten würden, kam mir das äußerst wenig vor! Doch nach dem ersten Foto, wurde mir allmählich klar, wie aufwendig die ganze Sache ist. Für die ersten beiden Fotos, benötigten wir geschlagene 2 Stunden! Der Aufbau der Kamera, die Wahl des richtigen Objektivs und die Suche nach der richtigen Perspektive, war sehr Zeit intensiv. Aber auch ich benötigte erst mal ein paar Versuche, bis ich so an der Linse vorbeiflitze, wie Alex das gerne hätte. Es war gar nicht so easy, mit wenig Anlauf, einen authentischen Laufstil hinzubekommen

Portfolio photoshooting in Frankfurt

Der nächste Spot befand sich am Mainufer. Dort waren jede Menge Menschen unterwegs, von denen einige komisch dreinschauten, als wir dort unser Equipment positionierten. Für mich war es anfangs nicht leicht, die ganzen fragenden Blicke einfach zu ignorieren und mich auf das Shooting zu konzentrieren. Mit fortschreitender Dauer, wurde mir das allerdings immer gleichgültiger. Die Lichtverhältnisse an diesem Sport, waren leider nicht so, wie sich das Alex vorgestellt hatte. Als wir endlich alles aufgebaut hatten, schoben sich Wolken vor die Sonne und Alex musste wieder die Einstellungen verändern. Dabei herausgekommen ist dieses Foto:

Portfolio photoshooting in Frankfurt

Am Abend ging es dann noch zum letzten Schauplatz, einer alten Eisenbahnbrücke. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline. Dort machten wir ein Portrait Foto und ein Action Foto. Es war wirklich arschkalt an diesem Tag und am Abend war es noch viel kälter! So ein Laufoutfit, hält leider nur dann warm, wenn man darin läuft. Zu meiner Enttäuschung, läuft man bei einem Sport Fotoshooting gar nicht mal so viel… Das heißt keinesfalls, dass so ein Shooting nicht anstrengend ist! Nein, ganz im Gegenteil… das ständige Outfit Gewechsel, so tun als ob man läuft und vor allem die Wartezeiten sind super anstrengend! Trotzdem hat es sich für mich mehr als nur gelohnt und ich bin mir fast schon sicher, dass das nicht mein letztes Shooting war!

Auch Fotograf Alex Deych hat einen Beitrag über das Shooting geschrieben, welchen ihr HIER findet.

Vom Verletzungspech geplagt

In meinem letzten Beitrag ging´s um gute Vorsätze. Darüber, dass jetzt alles besser wird und so…

Mehr als ein halbes Jahr ist der Beitrag mittlerweile her. Seitdem herrscht Stille auf meinem Blog. Es gab ja auch schließlich nicht viel zu berichten. Keine Wettkämpfe, keine Bestzeiten, keine Topform… Nur Verletzungen und davon mehr als genug!

Naja, hat ja auch was, blogge ich in Zukunft eben nicht mehr über Wettkämpfe, sondern über Sportverletzungen.

Meine guten Vorsätze? – Ohhh, darüber reden wir besser nicht! Sagen wir´s mal so: die Dinge liefen nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Was hat sich gebessert? – Absolut nichts!

Das Verletzungs-Monster hat mich gerne! Es überrascht mich jedes Mal aufs Neue mit einem anderen Wehwehchen. Sobald ich mich auf dem Weg der Besserung befinde, steht schon die nächste Verletzung in den Startlöchern.

Mein Traum von einer neuen 100 Kilometer Bestzeit in diesem Jahr ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Ich kann euch sagen: das tut weh! Mehr als jeder Schmerz im Rücken, Schienbein, Fuß oder wo auch sonst.

Hab ich es mal wieder mit dem Training übertrieben?

Letztes Jahr, als ich mich auf die 100 Kilometer in Biel vorbereitet habe, gab es doch auch keine Probleme!

Begonnen hat das ganze Unheil im Februar und zwar bei der kleinen 15 Kilometer Hausrunde. Nach 6 Kilometern im lockeren Tempo, plötzlich ein stechender Schmerz im rechten Mittelfuß! Statt das Training einfach abzubrechen, wie es sich für einen VERNÜNFTIGEN Sportler gehört, quälte ich mich auch noch die letzten 9 Kilometer im Laufschritt bis nach Hause… „Ist bestimmt nichts Schlimmes“, dachte ich mir. Dem war leider nicht so…

Der Mensch ist vielerlei. Aber vernünftig ist er nicht. (Oscar Wilde)

Im März wurde es allmählich besser. Ich war heiß! Sofort stieg ich wieder voll ins Training ein, schließlich musste ich ja die ganzen versäumten Einheiten irgendwie wieder aufholen! 100 Kilometer pro Woche sind da das Minimum! Dann kamen die Ostern. Jaja die Ostern… Zu viel Zeit und zu viel gutes Essen… Langeweile und ein schlechtes Gewissen… Diese Kombination führt bei mir in der Regel zu gesteigerten Trainingsumfängen…  Freitags 20 km, samstags 30 km, sonntags 32 km und zu guter Letzt am Montag nochmal 50 Kilometer obendrauf. 132 Kilometer in 4 Tagen,  inklusive 1.500 Höhenmeter… War das zu viel des Guten? „Ja“ meinte mein Schienbein am nächsten Tag! Ganze sieben Wochen hatte ich daran zu knabbern…

Es wurde Mitte Mai, bis endlich eine Besserung eintrat. „Endlich wieder Laufen, aber dieses Mal etwas dosierter“ dachte ich mir. Leider war das Glück nicht sehr lange auf meiner Seite… Es war früh am Morgen, ich war müde und die Treppe glatt… Eins führte zum Anderen, es kam wie es kommen musste. Es riss mir meine Beine in die Luft und mein Allerwertester knallte volle Karacho auf die Kante der Granit-Treppe. Meine Schreie schallten durch das gesamte Dorf! Das war´s dann mal wieder mit Sport.

Mit ein paar Voltaren lief die Sache einen Monat später wieder einigermaßen. Jaja ich weiß… Gut ist das nicht, doch ich konnte die Beine einfach nicht mehr still halten. Ihr wisst ja wie das ist… Jedenfalls hätte ich sehr wahrscheinlich besser noch etwas länger gewartet, denn der Schmerz verlagerte sich nun von rechts nach links. Also ging ich mal wieder zur Röntgenpraxis zu einem Fotoshooting mit meiner Wirbelsäule. „Alles Ok“ meinte der Orthopäde, als er die Aufnahme meiner Wirbelsäule betrachtete und verschrieb mir ein paar 08/15 Einlagen.

Einlagen?

Ich weiß ja nicht… Davon halte ich eigentlich gar nichts! Seitdem ich das Buch Born to Run verschlungen habe, bin ich gegenüber Einlagen eher negativ eingestellt. Also wanderte der Karton mit meinem Fußabdruck ohne Umwege direkt in die Tonne. Einlagen… So ein Käse! Lieber erst Mal einen guten Physio um Rat bitten, bevor ich mir solche Dinger in die Schuhe stecke! Gesagt, getan… Besagtem Physio fiel auch direkt auf, dass meine Schuhe unregelmäßig abgelaufen sind. Zwar nicht besonders dramatisch, aber schon deutlich zu erkennen. Mein rechter Schuh ist auf der Innenseite etwas stärker abgenutzt als der Linke, was auf eine leichte Überpronation schließen lässt…

Schuhe abgelaufen

Schon seltsam, dass mir das bis jetzt nie selber aufgefallen ist…

Mittlerweile geht´s auch weider etwas besser. Ich kann sogar wieder einigermaßen Laufen! Zwar nicht ganz schmerzfrei, aber ich kann wieder Laufen! „Jetzt nur nicht wieder übertreiben Culli!“Leichter gesagt als getan, aber ich werde mir Mühe geben!

Meine aktuellen Probleme? – Ich gehe stark davon aus, dass es sich dabei noch um Spätfolgen von  meinem Sturz auf die Treppe handelt. Und genau das bestätigte mir eben auch mein Osteopath, von dem ich gerade komme. Der hat erst mal meinen Beckenschiefstand ausgeglichen und meinen Hüftbeuger, der total verkrampft war wieder gelockert! Jetzt fühlt sich alles irgendwie sehr komisch an… Irgendwie so unrund… Mein Hirn muss wohl erst wieder mit der korrekten Körperhaltung klar kommen… Damit alles gerade bleibt, habe ich noch ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg bekommen. Dehnen, 5 Mal am Tag, Hüftbeuger und Gesäßmuskel… Die werde ich jetzt erst Mal erledigen und hoffen, dass alles im Lot bleibt!

 

Ultrazufrieden

Ich sitze am Frühstückstisch und schiebe hastig zwei Scheiben Erdnussbutter-Toast in mich hinein. Nicht gerade ein gesunder Start in den Tag, aber voller Energie und schnell verdaut. Schnell verdaut ist gut, denn gleich geht´s los. Los zu meinem bisher längsten Trainingslauf aller Zeiten. So lautet jedenfalls der Plan.

Die Sonne bahnt sich ihren Weg durch die schmalen Schlitze des noch heruntergelassenen Rollos. Ein schöner Sonntagmorgen, besser könnten die Voraussetzungen nicht sein. Auch meine Stimmung ist gut heute morgen, ich fühle einen Mix aus Vorfreude, Aufregung und Euphorie. Ein 6 Stunden langer Trainingslauf liegt vor mir, vorausgesetzt die Dinge laufen so wie geplant. Bei so einem langen Lauf ist die Gefahr jedoch groß, dass es auch mal nicht so läuft wie geplant, dessen bin ich mir bewusst. Das Tempo ist mir heute egal, den Körper an die lange Zeit auf den Beinen gewöhnen, das ist mein Ziel.

Das ist heute quasi sowas wie die Generalprobe für Biel. Deshalb will ich heute auch meine Ernährungsstrategie testen. Dafür habe ich mir GU Roctane Gels bestellt, mit denen ich nun meinem Salomon Trinkrucksack bestücke. Nicht ganz billig das Zeug, aber eins von wenigen Gels, das auch Aminosäuren enthält. Aminosäuren sind äußerst wichtig, denn sie schützen die Muskulatur. Die zwei Trinkflaschen befülle ich mit Wasser und mische noch ein Gel dabei.

Für alle Fälle packe ich noch eine Packung Butterkekse in Mamas Rucksack, die mich heute mit dem Fahrrad begleiten wird. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Mama, denn 6 Stunden auf dem Fahrradsattel im Joggingtempo sind mit Sicherheit nicht wirklich aufregend.

es kann los gehenSobald die Reifen aufgepumpt sind, kann es auch schon losgehen. Die Beine fühlen sich äußerst leicht an heute Morgen. Ich fühle mich gut, mein Puls ist tief, das Tempo mit 04:45/km gar nicht so lahm. Ich laufe so, dass ich mich dabei noch gut mit meiner Mutter unterhalten kann, ohne außer Atem zu kommen.

Die Kilometer purzeln nur so vor sich hin, schnell sind die 20 Kilometer erreicht und es läuft immer noch genauso gut wie auf den ersten Metern. Alle 45 Minuten nehme ich ein Energy-Gel und kippe Flüssigkeit hinterher. Das ist oberwichtig, denn ohne Flüssigkeit kann der Körper keine Kohlenhydrate verarbeiten, was schnell zu Verdauungsproblemen führen kann.

Nach gut 30 Kilometern halten wir an einer Tankstelle um unsere Wasservorräte wieder aufzufüllen. Die Flasche Vitaminwater in dem Kühlregal lacht mich an. Ich nehme 3 davon und fülle 2 direkt in meinen Rucksack, eine nimmt meine Mutter. Weiter geht´s. Bei Kilometer 35 und knapp 3 gelaufenen Stunden machen wir kehrt und treten den Rückweg an. Jetzt geht es nur noch zurück!

Mein Puls ist mittlerweile etwas erhöht, ob es am Wasser und Salzverlust liegt? An Salz habe ich gar nicht gedacht, für meinen Wettkampf in Biel brauche ich unbedingt noch Salztabletten! Nichts desto trotz fühle ich mich noch gut. Mein Schnitt ist immer noch unter 5 Minuten pro Kilometer, deutlich schneller als ich es mir vorgenommen hatte.

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Bei Kilometer 52 bin ich vom einen auf den anderen Moment völlig platt! Was ist denn jetzt mit mir los? Bin ich zu schnell gelaufen? Habe ich nicht genug getrunken? Sind die Energiespeicher jetzt völlig leer? Ich stoppe für einen Moment, esse ein paar Butterkekse und trinke einen kräftigen Schluck Cola. Dann laufe ich weiter und erstaunlicherweise bin ich wieder fit! Butterkekse und Cola, ein echtes Wundermittel!!!!

Kilometer 60 ist schnell erreicht, dort wartet der letzte harte Anstieg auf uns. Diesen meistere ich erstaunlich gut, was bestimmt an dem Wissen es gleich geschafft zu haben liegt. Danach geht es fast nur noch bergab.fast geschafft

Nach 5 Stunden und 38 Minuten haben wir es geschafft! Was für eine Trainingseinheit! Ich bin glücklich und meine Zuversicht, die 100 Kilometer am 12.06 erfolgreich zu finishen ist deutlich gestiegen.

Jetzt wird erst mal richtig gefuttert! Bis zum nächsten Mal!

Gedanken zum Ultra

Ultramarathon??? – So ein Quatsch!!! Die sind doch alle bekloppt!!!

Dann kamen die Bücher Born to Run von Christopher McDougall, Eat & Run von Scott Jurek und Ultramarathon Man von Dean Karnazes.

Nachdem ich diese Bücher im Rekordtempo verschlungen hatte, wich nicht nur meine Skepsis bezüglich Ultramarthons, sondern lösten eine wahrhafte Begeisterung in mir aus. Ich war gepackt von dem Gedanken selbst mal an so einem Lauf teilzunehmen. Ein Lauf, bei dem es nicht um Minuten und Sekunden geht, sondern erstmal darum, überhaupt das Ziel zu erreichen. Ein Lauf bei dem ich herausfinden kann wo meine körperlichen und geistigen Grenzen liegen. Bin ich in der Lage diese Grenzen zu überwinden? Wie weit kann ich meinen Körper treiben? Wie fühlt es sich an, nach 100 gelaufenen Kilometern?

Es gibt nur eine Möglichkeit dies herauszufinden:

Ich werde einen Ultramarathon Laufen!

 

Deshalb habe ich mich letzten Monat kurzentschlossen für den 100 Kilometer-Lauf in Biel angemeldet. Hoffentlich nicht zu kurzentschlossen, aber mit Umfängen zwischen 80 und 130 Wochenkilometern dürfte „Ankommen als Ziel“ durchaus machbar sein, toll wäre unter 10 Stunden ;). Zwei Trainingsläufe über 50 Kilometer inklusive 1.000  Höhenmeter habe ich ja außerdem schon ganz gut gemeistert.

Letztes Wochenende bin ich insgesamt 100 Kilometer gelaufen, die zudem alles andere als flach waren und meine Beine kamen damit ausgesprochen gut zurecht.FridaySaturdaySunday

Meine Radbegleitung Thomas
Meine Radbegleitung Thomas

Bis zum Startschuss am 12.06, stehen noch 2 längere Läufe von mindestens 50 Kilometer auf meinem Plan. Um mich an die ungewöhnliche Startzeit um 22:00 Uhr zu gewöhnen, werde ich mit meiner Radbegleitung Thomas noch eine Art Generalprobe veranstalten. Da dies mein erster Ultra ist, bin ich wirklich froh, über den Luxus einer Radbegleitung zu verfügen. Als ich Thomas von meinem Vorhaben erzählte, bot er mir direkt seine Dienste als Radbegleitung an, die ich dankend annahm. So kann ich die Vorzüge meiner eigenen Verpflegung genießen, sofern man bei einem Ultramarathon von genießen sprechen kann. Zudem schätze ich Thomas als einen Prima Arschtreter ein, was mir auf den letzten Kilometern sicher zu Gute kommen wird.

Ultrafutter
Ultrafutter

Der Nächste Punkt auf meinem Trainingsplan dürfte mit Sicherheit auch dem einen oder anderen Sportmuffel gefallen: Essen! Da soll noch einer behaupten Training sei doof. Allerdings ist hier die Rede von essen und trinken während dem Laufen, worin ich noch nicht wirklich viel Erfahrung besitze. In den meisten Fällen absolviere ich mein Training nämlich nüchtern, sicher habe ich auch schon den einen oder anderen Riegel auf einem langen Lauf gegessen, aber im Vergleich zu den 240 Kalorien die ich beim Ultramarathon pro Stunde essen und trinken will, ist das Pille Pale.

Eine Checkliste habe ich auch schon erstellt, allerdings ist diese noch sehr unvollständig und bedarf noch einiger Überarbeitungszeit. Da wir erst am Wettkampftag anreisen, möchte ich auch noch einen genauen Ablaufplan erstellen, um am Tag X nicht in Zeitprobleme zu geraten. Eine gute Planung ist einfach das A & O, den Rest erledigen die Beine schon irgendwie.

Wie Ihr seht, gibt es noch viel zu tun. Bis zum großen Tag, bzw. bis zur großen Nacht werde ich nicht nur jede Menge Kilometer fressen, sondern auch haufenweise Energy-Gels und Riegel.

 

Ein Ultra zum Frühstück

Meine Stimmung an diesem Sonntagmorgen hätte durchaus besser sein können. Gestern Abend war Mal wieder keine Kalorie vor mir sicher. Sogar die Powerbars, welche ich mir gestern Abend noch extra für das heutige Training gekauft hatte, vielen meinem ungezügelten Verlangen nach Süßem zum Opfer. Solche Tage habe ich öfter, an denen mein Gehirn scheinbar vergisst ein Sättigungssignal auszusenden. Die Lust auf den längeren Trainingslauf, den ich mir für heute vorgenommen hatte, wurde durch meine negative Stimmungslage deutlich getrübt.

Einfach loslaufen, 20 Kilometer reichen heute ja auch Mal dachte ich mir. Nachdem ich die Flaschen meines Salomon Trinkrucksacks mit einer BCAA-Mischung aufgefüllt hatte, schnallte ich mir diesen um und begab mich an die frische Luft.

Ohne losgelaufen zu sein, zeigte meine Polar V800 bereits einen Puls von 100 Schlägen/Minute an. Was für ein Morgen…. Alles fühlte sich furchtbar schwer und steif an, meine Atmung war schneller als mein Tempo und das Wetter an diesem Morgen war äußerst bescheiden.

Die ersten Kilometer waren schrecklich zäh, am liebsten hätte ich direkt wieder aufgehört, doch das hätte meine Laune vermutlich auch nicht besser gemacht. Ich schleppte mich die ersten Berge hoch und fühlte mich dabei, als hätte sich die Erdanziehungskraft über Nacht verdoppelt. 15 Kilometer später, wurde es dann so langsam besser. Meine Beine wurden leichter und das Tempo allmählich höher. An der Kreuzung, an jener ich für meine 20 Kilometer-Runde abbiegen hätte müssen, ließ ich hinter mir und lief geradeaus weiter.

Irgendwie befand ich mich nach anfänglichem Unwohlsein nun wieder voll im Flow, mein Kopf war leer und ich lief einfach nur weiter. Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer. Als nach 30 Kilometern meine Wasservorräte so langsam zu neige gingen, machte ich kurz an einer Tankstelle halt und füllte meine Flaschen mit einer Dose Monster Rehab wieder auf. Vielleicht nicht das ideale Sportgetränk, doch es schmeckte vorzüglich und ich hatte das Gefühl durch das Koffein etwas aufgeputscht zu werden.

Es ging weiter…. 40 Kilometer waren bald erreicht, doch aus irgendwelchen Gründen wollte ich noch nicht anhalten und hängte noch eine extra – Runde hintendran. So langsam spürte ich nun doch meine Oberschenkel. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits 900 Höhenmeter überwunden hatte, wunderte mich diese Tatsache allerdings nicht wirklich. Zudem hatte ich keine Energieriegel oder sonstige Kalorien dabei und Frühstück gibt es bei mir ja sowieso nie.

Nach stolzen 50 Kilometern war meine Runde schließlich zu Ende. Das war weit mehr als ich mir vorgenommen hatte und erst das zweite Mal, dass ich überhaupt so eine Distanz bewältigt habe. Meine gute Laune war nach diesem Lauf wieder hergestellt. Wieder mit mir im Reinen, konnte ich nun unbeschwert das anschließende Frühstück und den restlichen Sonntag genießenPolar 50 Km.

 

 

 

Stand der Dinge

Ziele braucht der Mensch. Doch egal wie groß die Motivation auch ist, es gibt immer unvorhersehbare Faktoren, die diese Ziele schnell in weite Ferne rücken lassen. Es ist wirklich zum Mäuse melken. Dieses Mal ist es bei mir das Knie, genauer gesagt das Rechte, welches mir die Durchführung meiner Trainingsvorhaben unmöglich gemacht hat. Eine Reizung des Knorpels diagnostizierte der Doc. und verordnete erst mal Pause und Ibus.

Drei Wochen lang, war die einzige sportliche Betätigung der ich nachging, im Fitnessstudio Eisen zu stemmen. Wenigstens etwas und besser als auf der Couch faulenzen, aber lange nicht so befriedigend wie ein schöner 30 km Trainingslauf.

Nach dieser unfreiwilligen Pause, habe ich nun langsam wieder mit dem Laufen angefangen. Vielleicht sollte ich noch kurz ergänzen, dass meine Ernährung in den letzten 3 Wochen auch nicht gerade vorbildlich war. Irgendwie neige ich dazu, wenn ich verletzt bin, allen möglichen Mist zu futtern. Mein angepeiltes Wettkampfgewicht ist daher auch nicht wirklich näher gerückt.

Heidelberg wird also sehr wahrscheinlich wie auch letztes Jahr kein Erfolg, teilnehmen werde ich aber trotzdem. Bis zum Salomon 4-Trails ist zum Glück noch ein bisschen mehr Zeit um sich ausreichend vorzubereiten.

 

Meine Ziele für 2015

© Bounlow-pic / Fotolia

Planlos nach Lust und Laune vor sich hin trainieren. Unter Missachtung aller Ernährungsgrundsätze essen worauf man gerade Appetit hat? – So könnte man mein Jahr 2015 bis jetzt ganz gut zusammenfassen. Manche glücklichen Hobbyathleten die mit einer gehörigen Portion Talent und einem Stoffwechsel wie eine Müllverbrennungsanlage ausgestattet sind, mögen mit dieser Strategie durchaus beachtliche Erfolge erzielen.

Ich besitze jedoch leider keine Superkräfte, hinzu kommt, dass mein Körper ein sehr guter Futterverwerter ist und jede überschüssige Kalorie direkt in den Fettdepots speichert. Das bestätigte mir diese Woche auch meine schöne Withings-Waage, die mich kurzzeitig in Schockstarre versetzte. Das, was mir die Anzeige des Smart-Body-Analyzer´s da offenbarte, konnte einfach nicht stimmen. 71,3 kg, das muss ein Irrtum sein, doch auch nach wiederholtem Betreten der Waage blieb das Ergebnis unverändert.

Dies war mal wieder einer dieser Momente in meinem Leben, in dem mir klar wurde, dass die Zeit für ein paar Veränderungen gekommen ist. Ein Plan für dieses Jahr muss her, sodass ich in nicht mehr ganz 12 Monaten zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann.

Doch was ist überhaupt Erfolg und wie kann ich am Jahresende von mir behaupten erfolgreich gewesen zu sein? Erfolg ist, wenn man seine selbst gesteckten Ziele verwirklicht. Aber auch unvorhergesehene Erfolge können einem Freude bereiten, wenn zum Beispiel die Erwartungen übertroffen werden, ohne dass man damit gerechnet hat.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich ohne konkrete Ziele, Pläne und Vorstellungen meistens nicht weit komme. Deshalb wird es so langsam Zeit, ein paar Ziele für das Jahr 2015 zu formulieren.

Für mein erstes Ziel musste ich nicht lange überlegen. Die Pleite vom letzten Jahr beim Halbmarathon in Heidelberg möchte ich auf jeden Fall wieder gut machen. Auch letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, an diesem Event mit einer hervorragenden Leistung zu glänzen. Aus irgendwelchen Gründen wurde daraus jedoch leider nichts, was mich ziemlich frustrierte. Dieses Jahr soll sich das ändern. Zwar gibt es bestimmte, unvorhersehbare Faktoren, wie zum Beispiel Krankheiten oder Verletzungen, aber mein Ziel ist es wieder an meine Zeit von 2013 heranzukommen.

Ob mir das gelingen wird hängt sehr stark von dem Erreichen meines zweiten Ziels ab. Stichwort optimales Wettkampfgewicht. Egal wie viel und wie hart man für ein bestimmtes Event auch trainiert, um die maximale Leistung aus sich herauszuholen, benötig man eine gute Körperzusammensetzung. Das ist der Punkt an dem ich als aller Erstes arbeiten muss. Bis zum Halbmarathon in Heidelberg, Ende April, soll die Waage 62 Kilo, gerne aber auch weniger anzeigen. Das wären um die 9 Kilogramm in von nun an noch 102 Tagen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, muss ich also 63.000 Kalorien einsparen, denn wie wir alle wissen, entsprechen 7.000 Kilokalorien in etwa 1 Kilogramm Körperfett. Keine einfache, aber eine durchaus machbare Aufgabe.

Ziel Nummero 3, steckt mir schon ziemlich lange in der Nase. Ich weiß nicht genau wieso, aber es reizt mich ungemein einmal einen Ultramarathon von 100 Kilometern Länge zu laufen. Ich schiebe diesen Wunsch nun schon mehrere Jahre vor mir her und ich glaube dieses Jahr bereit dafür zu sein. Ein konkretes Event habe ich mir  für dieses Vorhaben noch nicht ausgesucht, das werde ich in naher Zukunft noch nachholen. Einen ersten Trainingslauf über 50 Kilometer habe ich auch schon hinter mir, die Sterne für den Ultramarathon 2015 scheinen also gut zu stehen.

Das sollte fürs erste genügen. Drei Ziele sind nicht wirklich sehr viel, aber Qualität kommt ja schließlich vor Quantität. Es wird für mich kein Kinderspiel diese Ziele zu erreichen und mir ein hohes Maß an Disziplin und Motivation abverlangen. Das müsste fürs Erste genügen und jetzt entschuldigt mich, ich habe noch ein paar Ziele zu erledigen.

 

2014 ein Jahresrückblick

© Marco2811 / Fotolia

Das alte Jahr ist kaum vorbei, schon hat uns der Alltag mehr oder weniger wieder eingeholt.  Bevor ich meinen Fokus nun komplett nach vorn richte, ist es an der Zeit für einen kleinen Jahresrückblick. Dieses Jahr war mit Sicherheit nicht mein erfolgreichstes bisher, es deswegen als schlecht zu bezeichnen wäre allerdings falsch. Neben einigen Rückschlägen gab es auch Erfolge und viele schöne Momente, die ich erlebt habe.

Wie auch schon in den Jahren zuvor, startete die Laufsaison 2014 mit der OIE- Nahe- Crosslaufserie im Januar. Insgesamt vier Läufe hat diese Serie zu bieten, von denen drei absolviert werden müssen, um in die Gesamtwertung zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt war meine Form nun ja, nicht gerade exzellent, sondern eher bescheiden. Über die Weihnachtszeit und danach,hatten sich einige Zusatzpfunde um mich herum angesammelt, worunter meine Laufökonomie deutlich litt. Nichts desto Trotz, konnte ich nach insgesamt 3 Läufen den 2. Gesamtplatz vorweisen, womit ich letztendlich nicht ganz unzufrieden war.

Bis zum Heidelberg Halbmarathon im April hatte ich mir fest vorgenommen in Topform zu kommen und ein paar Kilos abzunehmen. Leider konnte ich dieses Vorhaben aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen nicht verwirklichen und war deswegen sehr frustriert. Es kam wie schon vorher befürchtet, zum ersten Mal in 6 Jahren konnte ich meine Bestzeit auf dieser Strecke nicht unterbieten. Da diese Veranstaltung im Jahr 2008 quasi der Initiator für den Start meiner Laufkarriere war, ist mir diese fast schon heilig. Umso enttäuschter war ich über das Ergebnis, welches ein Resultat aus nicht eingehaltenen Vorsätzen war.

Heidelberg Halbmarathon 2014 beim Zieleinlauf
Heidelberg Halbmarathon 2014 beim Zieleinlauf

Nach diesem verkorksten Wettkampf kam mit der USA-Reise im Mai mein absoluter Jahreshöhepunkt. Zusammen mit meinem Bruder und zwei guten Freunden machten wir in einem Mietwagen den Westen der USA unsicher. Diesen Trip hatten wir schon lange vorher geplant und freuten uns riesig darüber, dass es nun wirklich geklappt hatte. Für alle von uns waren diese 3 Wochen eine unvergessliche Zeit, an die wir noch lange zurückdenken werden. Es tat wirklich gut mal etwas Distanz zu meinem verbissenen Hobbysportler-Leben zu gewinnen und einfach mal zu genießen, ohne ständig nachzudenken wie ich die nächste Einheit am besten gestalte.

Mit meinem Bruder und Stefan vor dem Grand Canyon
Mit meinem Bruder und Stefan vor dem Grand Canyon

Es brauchte eine ganze Weile nach diesen 3 abenteuerlichen Wochen, bis ich mich in meinen Laufschuhen wieder einigermaßen wohl fühlte.

Aber das war nicht weiter schlimm, denn der nächste wichtige Wettkampf war erst im September, der Firmenlauf in Birkenfeld. Nach meinem bisherigen Dauerabonnement auf Platz zwei, konnte ich dort dieses Jahr zum ersten Mal den Gesamtsieg feiern. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich wirklich fit, denn ich hatte ca. 7 Kilo abgenommen und meine Grundschnelligkeit war so hoch wie schon lange nicht mehr.

Nach dem ersten Anstieg beim Firmenlauf in Birkenfeld Quelle: Rhein-Zeitung

Das nächste Ereignis ließ aber nicht lange auf sich warten. Eine Woche nach diesem tollen Sieg, stand nämlich der Halbmarathon in Traben- Trarbach auf der Agenda. Ohne Zweifel, war dies ein echter Höhepunkt in diesem Jahr, denn ich erreichte eine neue persönliche Bestzeit von 01:17:30 über die Halbmarathondistanz.

Im Ziel nach persönlicher Bestleistung in Traben- Trarbach
Im Ziel nach persönlicher Bestleistung in Traben- Trarbach

Warum auch immer wurde ich nach diesen Erfolgen etwas nachlässig. Zahlreiche Partys und jede Menge ungesundes Essen führten schon bald zu einem Tiefpunkt, den ich mit noch mehr Training kompensieren wollte. Es dauerte nicht sehr lange, bis mein Körper und mein Geist sich die Pause nahmen, die ich ihnen über Wochen verwährte. Als ob man einen Schalter umgelegt hätte, hatte ich von Training und Disziplin plötzlich die Nase gestrichen voll. Ich war so am Boden zerstört,  sodass ich sogar den Frankfurt Marathon absagen musste, an dem ich eigentlich eine neue persönliche Bestzeit aufstellen wollte. Dies war mit Sicherheit der größte Rückschlag in meiner bisherigen Karriere als Hobbysportler. Ich entschied mich erst mal eine Pause einzulegen, bis mich das Verlangen nach Bewegung wieder in meine Laufschuhe schlüpfen ließ.

Nach mehreren Wochen ohne Sport, fing ich dann langsam wieder an zu Laufen. Wichtige Wettkämpfe standen im restlichen Jahr keine mehr an, also trainierte ich mehr oder weniger planlos vor mich hin. Einfach weil ich Lust hatte zu Laufen, nahm ich an Heiligabend zusammen mit meinem Freund und Trainingspartner Markus kurzentschlossen am Bärenfels- Heiligabendmarathon teil. Dafür dass wir ohne große Ambitionen an diesen Lauf herangingen, waren wir beide mit dem Ergebnis (Markus 03:13:16; Ich 03:08:42) sehr zufrieden.

Startaufstellung zum Bärenfels- Heiligabend- Marathon
Startaufstellung zum Bärenfels- Heiligabend- Marathon

Nachdem ich nach diesem Marathon mal wieder jegliche Regenerationstipps außer ließ, endete die Laufsaison 2014 schließlich nach Unmengen an Festtagskalorien und einem  nicht wirklich zufriedenstellenden 4. Platz beim Silvesterlauf in Mörschied.

Was das Jahr 2015 bringen soll, ist noch nicht ganz klar. Momentan befinde ich mich noch in der Zielfindungsphase. Die Richtung geht aber dieses mal scheinbar mehr auf Wettkämpfe von 42 Kilometern PLUS.

Sobald  mein Fahrplan für diese Saison feststeht, werde ich auch darüber einen kurzen Artikel schreiben.

 

Woche 51

IMG_20141221_174755Schon wieder eine Woche zu Ende. Da ich am Mittwoch an Heiligabend am Bärenfels-Marathon teilnehmen werde, habe ich diese Woche etwas zurückgeschraubt.  Zwar laufe ich diesen nur aus Spaß, dennoch sollte man so einen Lauf mit ein wenig Respekt angehen. Mit meiner Ernährung war ich diese Woche echt zufrieden, ich konnte sogar die Finger von Mamas leckerem Weihnachtsgebäck lassen, was mir wirklich nicht leicht gefallen ist. Mit dem Heiligabendmarathon bin ich somit gut auf das Fondue, das es bei uns immer traditionell an Heiligabend gibt vorbereitet. Das nennt man dann das schlechte Gewissen im Vorfeld beseitigen ;-).

Nichts desto Trotz, habe ich diese Woche meine zwei schnellen Einheiten absolviert, wobei man schnell besser durch anstrengend ersetzt.

Die 1.000 Meter Intervalle am Mittwoch auf der Bahn waren wirklich absolut katastrophal. Die komplette Sandbahn war eine einzige Wasserpfütze und der Wind arbeitete den ganzen Abend gegen mich. Aber was zählt ist ja die Anstrengung, trotzdem waren die Zeiten deprimierend.

Am Samstag, stand dann noch ein 5.000 Meter Tempolauf auf dem Plan. Dieser war zum Glück nicht ganz so schlimm wie am Dienstag. 17:50 Minuten sind gar nicht so übel für den Winter, wo man ja bekanntermaßen etwas zurückschraubt.

Heute war die letzte Trainingseinheit vorm Bärenfelslauf. Ich habe gestern schon darüber nachgedacht heute gar nicht mehr zu laufen, aber ein Sonntag ohne Laufen…. Deshalb habe ich dann mal nur 21 lockere Kilometer gemacht, ohne mich zu verausgaben und um das Gewissen zu beruhigen. Unterwegs war es ganz schön matschig und auf den Wegen lagen so einige umgestürzte Bäume.

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Auch mein Weihnachtsgeschenk habe ich mir diese Woche schon mal ausgesucht. Da meine Eltern nie wissen, was sie mir schenken sollen, durfte ich mir dieses Jahr selbst was aussuchen. Da ich mich nächstes Jahr sehr wahrscheinlich an Ultradistanzen heranwagen werde, hielt ich einen Laufrucksack für sinnvoll. Bestellt habe ich den Salomon S-Lab ADV SKIN HYDRO SET und die Ulitmate Direction-SJ-ULTRA VEST 2.0. Für einen der Beiden werde ich mich dann an Heiligabend entscheiden. Auf dem Bild, welches nun folgt habe ich schon mal die Ultimate Direction Ultra Vest anprobiert, musste ihn dann allerdings zum Lauf wieder ausziehen :-(.

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Ein letztes langes Läufchen im Jahr 2014

Heute Morgen um 08:30 Uhr, machte ich mich zusammen mit meinem Freund und Trainingspartner Markus, auf zum letzten langen Lauf für dieses Jahr. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn dies war heute nur der letzte längere Trainingslauf. Ein Bonbon hat die Saison 2014 nämlich noch zu bieten und zwar dann, wenn normale Menschen mit ihrer Familie am Weihnachtsbaum sitzen. Nein, dass stimmt auch nicht ganz, dann wenn normale Menschen noch im Bett liegen, oder mit der Familie gemütlich frühstücken. Ist ja auch egal, gemeint ist auf jeden Fall der Heiligabendlauf am Bärenfels, über die gesamte Marathondistanz.

Trainingswissenschaftlich gesehen, vielleicht schon etwas zu spät für etwas „Langes“ vor einem Marathon, aber wir hatten Lust und Heiligabend soll ja sowieso mehr ein Event für die Sinne werden.

Unser Ziel für heute, auf das wir uns vor dem Lauf geeinigt hatten, waren 1.000 Höhenmeter. Da wir mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr am Salomon 4-Trails teilzunehmen, wo über vier Tage hinweg, täglich über 2000 Höhenmeter absolviert werden müssen, sollten uns 1.000 Höhenmeter eigentlich nichts ausmachen.

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Heute war mal wieder so ein Tag, an dem ich nach den ersten Schritten bereits wusste, dass die heutigen Kilometer keinen Spaß machen würden. Gestern hatte ich schon so einen ….Tag, als ich meinen Tempolauf auf der total matschigen Sandbahn mit allergrößter Mühe hinter mich gebracht habe.

Meine Beine waren mal wieder schwer wie Blei, obwohl ich heute Morgen extra schon früh aufgestanden bin, um meinen Faszien mit der Massagerolle etwas Gutes zu tun. Scheinbar um sonst, ich wäre besser etwas länger im Bett geblieben.

Nach den ersten 10 Kilometern, kam ich dann warum auch immer, so langsam in Fahrt. Die Beine wurden leichter und mein Laufstil nicht mehr ganz so Stampfend wie zu Beginn.

Wie immer waren wir auch dieses Mal ohne Frühstück unterwegs, Wasser hatten wir ebenfalls keines dabei. Regenerationstechnisch eine Katastrophe. Wenigstens ein paar Riegel, die ich gestern gebacken habe, sorgten zwischendurch für etwas Energie.IMG_20141214_201407

Unterwegs machten wir noch Bekanntschaft mit einer Rotte von ca. 20 Wildschweinen, die zum Glück eine andere Route als wir gewählt hatten.

Nach 3 Stunden, 18 Minuten, 35,4 Kilometern und 1080 Höhenmetern, erreichten wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Über den Schnitt wollen wir dieses Mal nicht reden, aber dabei kommt es bei langen Läufen ja auch nicht an. Was zählt sind die Kilometer und davon hatten wir heute genug. Training vom 14-12-14Heute war einer der seltenen Tage, an denen ich mittags ein kurzes Schläfchen halten konnte, muss wohl an der Jahreszeit liegen. 

Insgesamt habe ich diese Woche knappe 100 Kilometer absolviert, gar nicht schlecht. Nächste Woche werde ich etwas weniger machen, wegen des Marathons an Heiligabend.Trainingswoche

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