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Wettkämpfe

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Dieses Wochenende stand seit längerer Zeit wieder ein kleiner Wettkampf auf dem Programm. Mit rund 600 Teilnehmern ist der Birkenfelder Firmenlauf die größte Laufveranstaltung in unserer Region. Zusammen mit meinen Eltern ging ich auch dieses Jahr wieder für unser Familienunternehmen an den Start.

Seit meiner ersten Teilnahme im Jahr 2010, landete ich bis jetzt immer auf Platz 2, ein Sieg wäre zur Abwechslung auch mal ganz schön.

Mein Wecker war wie immer früh genug programmiert. Nachdem die Schlummertaste ihr Limit erreicht hatte, wagte ich den Sprung aus dem Bett. Nach dem ersten Bodenkontakt, fühlten sich die Beine an diesem Morgen relativ locker an, aber was heißt das schon. Ich folgte meinen tiefsten Instinkten in Richtung Kaffeemaschine, die mir kurze Zeit später eine Kanne Wachmacher bescherte. Während ich den Kaffee genoss bereitete ich mir in aller Ruhe Grießbrei mit Heidelbeeren zu, dieser gehört mittlerweile schon zur Wettkampfroutine.

Dank Checkliste war die Tasche im Anschluss ruck-zuck gepackt. So eine Checkliste sollte jeder haben, denn in der Regel vergisst man auch nach der xten Kontrolle noch irgendeine Kleinigkeit. Zum ersten Mal mit dabei waren auch die neuen Nike-Flitzer, die ihre Wettkampftauglichkeit erst noch beweisen mussten.

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90 Minuten vor der geplanten Startzeit machten wir uns auf die Socken. Dank dem großzügigen Parkplatz-Angebot, war die Familienkutsche schnell abgestellt. Als eine der Ersten mussten wir auch nicht lange an der Startnummern-Ausgabe anstehen. Nächste Station war der Fotograf, der von jeder Firma ein Erinnerungsfoto schoss.

Die Förmlichkeiten endlich abgeschlossen, begann ich mit dem Warm-Up. Weil das Fotoshooting zum Zeitpunkt des geplanten Starts noch in vollem Gange war, verschob sich der Start, wie auch schon die Jahre zuvor, etwas. Um auf Betriebstemperatur zu bleiben trabte ich in der Zwischenzeit etwas auf und ab.

Nun füllte es sich endlich so langsam hinter der Startlinie. Nachdem der Bürgermeister den Startschuss abgefeuert hatte, stürmte das Feld los. Ein Paar unerfahrene Läufer legten einen regelrechten Blitzstart auf das Parkett,  wie man ihn sonst nur bei 400 Meter Läufen sieht. Erfahrungswerte sagten mir allerdings, dass das nicht von allzu langer Dauer sein würde und ich hielt mich deshalb zurück. Nach ca. 700 Metern und dem ersten Anstieg setzte ich mich an die Spitze.

Quelle: Rhein-Zeitung
Quelle: Rhein-Zeitung

Mein Puls war schon gleich zu Beginn des Rennens mit über 170 Schlägen relativ hoch und steigerte sich konstant bis 184. Schon bald merkte ich, dass es schwer werden würde diesen Druck bis ins Ziel zu halten. Da meine beiden stärksten Konkurrenten verletzt waren, machte ich mir eigentlich keine Sorgen, den Sieg noch abgeben zu müssen. Ich versuchte allerdings trotzdem das Tempo zu halten um eine gute Zeit zu erzielen und etwas Wettkampferfahrung zu tanken.

Strecke Firmenlauf Birkenfeld

Meine neuen Nike Schuhe erwiesen sich über die 5 Kilometer lange Strecke als gute Begleiter. Für meinen Geschmack vielleicht einen Tick zu leicht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob diese auch im Oktober in Frankfurt zum Einsatz kommen werden. Mit einem Abstand von knapp 30 Sekunden auf meinen Verfolger, lief ich mit einer Zeit von 17:50 Minuten über die Ziellinie.

Quelle: Rhein-Zeitung
Quelle: Rhein-Zeitung

 

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Glücklich über den ersten Platz und zugleich etwas enttäuscht von der Zeit, die etwas schneller hätte sein können, tankte ich den Motor erst mal mit isotonischem Treibstoff auf. Allzu lange hielt ich mich aber nicht im Zielbereich auf, sondern machte mich wieder auf den Weg auf die Strecke um meiner Mutter entgegen zu laufen. Bei Kilometer 4 kreuzten sich unsere Wege, von dort an lief ich gemeinsam mit ihr bis ins Ziel und machte unterwegs noch ein paar motivierende Sprüche.

Im Anschluss konnten wir noch meinen Vater vom Streckenrand anfeuern, der an der Walking Veranstaltung teilnahm.

Mit einem Gutschein für einen Eisdielen-Besuch im Gepäck, machten wir uns nach der Siegerehrung zügig auf den Weg nach Hause.

Fazit: Viele bekannte Gesichter, ein gutes Training und immerhin trocken geblieben. Aufgrund der Platzierung kann man bei der Zeit auch mal ein Auge zudrücken. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

Der Wettkampfmorgen

Was für ein Genuss! Heute zum ersten Mal seit drei Wochen gefrühstückt! Warum? Heute Abend findet in Horn der alljährige Honiglauf statt. Damit ich auf der 10 km langen Strecke nicht schlapp mache, musste ich heute mal eine Diätunterbrechung einlegen. Nach dem Frühstück, welches aus einer Banane, einem Apfel, Nüssen, Müsli und Quark mit etwas Proteinpulver bestand, ging´s erst mal ins Fitnesstudio. Vor einem Wettkampf vielleicht nicht ganz ideal, aber ich will diesen heute sowieso nur als flotten Trainingslauf nutzen. Ein bisschen Maximalkrafttraining war heute an der Reihe, 5 Sätzte pro Übung, mit jeweils  5 Wiederholungen. Dabei beschränke ich mich auf wenige Übungen, die möglichst alle Muskelgruppen abdecken.

  • Bankdrücken
  • Kreuzheben/Rumpfaufrichten
  • Langhantelrudern vorgebeugt
  • Senkrechtes hochziehen der Langhantel
  • Bizeps Curls
  • Dips (Trizeps)
  • Bauch: Beinheben, Radfahren, Crunches

Nach einer guten Stunde Training, orderte ich erst mal einen Energieriegel und einen Proteinshake an der Theke. Schnelle Kohlenhydrate und Proteine sind ideal, um nach einem Workout die Speicher wieder zu füllen und die Regeneration zu beschleunigen. Unmittelbar nach dem Training kann der Körper die zugeführten Nährstoffe am effizientesten verwerten.

Zu Hause wartet schon der Putzeimer auf mich. Zwischendurch bin ich am überlegen, ob ich nicht doch lieber mein gewohntes Tempotraining runterspulen soll. Wie immer wenn ich mir unsicher bin, rufe ich meinen Lauftrainer Hans an, der mich auch dieses Mal zur Wettkampfteilnahme überreden kann. Also gut, Abfahrt um halb 5, das heißt Tasche packen und Kohlenhydrate futtern. Vom Mittagessen meiner Eltern waren noch gekochte Kartoffeln übrig, zusammen mit etwas Quark, ergibt das eine gute Mahlzeit für Wettkampftage. Um das Ganze abzurunden noch einen Milchreis hinterher und gut is….

Halb fünf, zusammen mit Hans geht es nun los. Nach 45 Minuten Fahrtzeit kamen wir dort an und erreichten kurz vor Meldeschluss das Wettkampfbüro. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm joggten wir in Richtung Start.

Der Start erfolgte pünktlich, mit dabei waren auch 2 Spitzenläufer, vermutlich aus Kenia. Nach einem kurzen Anstieg verlaufen die ersten 5 Kilometer relativ flach. Meine Kilometerzeiten bewegten sich zwischen 03:30 und 03:45. Keine Ahnung ob ich das Tempo bis zum Schluss halten kann. Da ich in letzter Zeit keine Wettkämpfe gemacht habe fehlt mir jegliches Tempogefühl. Die Beine jedenfalls fühlen sich relativ gut und locker an, die Atemfrequenz ist hoch, der Bauch unangenehm voll, weil zu viele Kartoffeln. Ungefähr bei Kilometer 5 waren wir am tiefsten Punkt angelangt. Zu zweit, mit Abstand nach vorne und Luft nach hinten kämpfen wir um den Platz 6.

Kilometer 6…. jetzt geht es bergauf, die Temperatur ist mit 18 °C eigentlich ideal, die hohe Luftfeuchtigkeit macht mir jedoch schwer zu schaffen. Immer noch im Kampf um den sechsten Platz muss ich am Berg ganz schön kämpfen um mitzuhalten. Nun nimmt das Rennen auf einmal eine überraschende Wende. Wo die Strecke ca. bei Kilometer 8 nach links abzweigte, konnten wir in der Ferne sehen wie die Gruppe vor uns weiter geradeaus läuft. Wegen diesem Missgeschick ging es nun um Platz 3, weshalb es sich jetzt nochmal lohnte, ein letztes Mal ordentlich auf die Tube zu drücken. Inzwischen hatte ich mir schon einen leichten Vorsprung herausgelaufen, die letzten 500 Meter zog ich das Tempo noch etwas an und konnte mir dadurch schließlich Platz 3 sichern. Mit meiner Zeit von 36:17, auf einer nicht ganz einfachen Strecke, war ich sehr zufrieden. Im nachhinein bin ich froh, dass ich an diesem Wettkampf teilgenommen habe.

Nun folgte das übliche Prozedere. Duschen, Umziehen, Siegerehrung. Leider dauerte es sehr lange, bis wir endlich unsere Urkunde und den gewonnenen Honig in unseren Händen hielten. Wir mussten ja schließlich noch eine knappe Stunde fahren bis wir zu Hause waren.

Urkunde + Honig

Zuhause angekommen, aß ich noch einen Kichererbsensalat und einen Joghurt als Nachspeise. Super! Allerdings war der nächtliche Snack, den ich später noch zu mir nahm (250 g Schokolade) etwas zu viel des Guten. Was bedeutet das für mich? Der nächste Lauf verlängert sich um 10 Kilometer und das Sonntagsessen fällt deutlich kleiner aus als gewohnt.

 

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