Endlich ist es wieder soweit, am Samstag, den 17. Januar, läutete der Crosslauf in Oberbrombach offiziell den Beginn der neuen Laufsaison ein.

In Anbetracht meiner aktuellen Form, setzte ich keine allzu großen Hoffnungen in dieses Event. Zwar konnte ich bereits erste Fortschritte bei meiner Diät erzielen, von meinem Wunschgewicht trennen mich allerdings noch einige Kilos. Die Kombination aus intermittierendem Fasten und dem Verzicht auf kohlenhydratreiche Lebensmittel, würden das  Rennen mit Sicherheit nicht einfach machen.

[av_icon_box position=’left‘ boxed=“ icon=’ue81f‘ font=’entypo-fontello‘ title=’Intermittierendes Fasten‘ link=“ linktarget=“ linkelement=“ font_color=“ custom_title=“ custom_content=“ color=“ custom_bg=“ custom_font=“ custom_border=“] Intermittierendes Fasten bedeutet, innerhalb von 24 Stunden eine Fastenperiode einzulegen. In meinem Fall bedeutet dies, das Frühstück zu überspringen. So habe ich vom Abendessen bis zum nächsten Mittagessen 16 Stunden ohne Nahrungszufuhr. In dieser Zeit arbeitet die Fettverbrennung auf Hochtouren und das Verdauungssystem kann sich erholen.
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An Wettkampftagen wie heute, weiche ich allerdings von diesem Prinzip ab und genehmige mir ein kohlenhydratreiches Frühstück. Zu groß ist die Angst vor einem totalen Leistungseinbruch und dem dementsprechenden Resultat. Bei meinem Frühstück setzte ich wie immer auf mein altbewährtes Porridge, das vor Kohlenhydraten nur so strotzt. Zum Mittagessen gab es Toasts mit Schoko- Aufstrich. Diese sind schnell verdaut und liefern schnelle Energie.

Da ich die Vormeldung verschlafen hatte, musste ich schon eine Stunde vor Startbeginn, welcher für 15:20 angesetzt war, an Ort und Stelle sein, um mich nachmelden zu können. Mit der Startnummer im Besitz, legte ich meine Sachen anschließend in der Umkleide ab und fing an, mich auch dem Sportgelände aufzuwärmen. Ein paar Runden um den Sportplatz und eine Runde über die Wettkampfstrecke, mit ein paar abschließenden Steigerungen, genügten mir um auf Betriebstemperatur zu kommen.

Um 15:20 fing der Moderator an, von 5 zurück zu zählen und gab das Startsignal. Auf der nicht sehr breiten und äußerst matschigen Strecke herrschte anfangs ein ziemliches Gedränge. In der Vergangenheit hat sich jedoch bis jetzt immer gezeigt, dass sich dies relativ schnell wieder legt, und so war es auch dieses Mal. In der Hälfte der ersten Runde befand ich mich, soweit ich mich richtig erinnere auf dem 4. Platz. Ich hielt mich dicht hinter dem von mir als Favorit eingestuften Mann, der das Rennen scheinbar langsam angehen wollte. So hatte ich für die ersten Runden einen guten Tempomacher. Als dieser jedoch später das Tempo verschärfte, musste ich, wie mir schon vorher klar war, abreißen lassen.Crosslauf Oberbrombach Rennen Ich befand mich zwischenzeitlich auf Platz 2, doch ich hatte ein paar Verfolger im Nacken, die nicht locker lassen wollten. Ab der vierten von insgesamt 6 Runden, wurde es dann langsam hart. Die abschließende Steigung einer jeden Runde hatte es faustdick hinter den Ohren und brachte meine Beine ganz schön zum Brennen. In der letzten Runde war ich sozusagen laufend K.O und musste das Tempo drastisch verringern. Auch die motivierenden Zurufe meiner Eltern brachten mir leider keinen Extraschub mehr. Das Benzin war leer, es ging nichts mehr. Also kam es wie es kommen musste und ich wurde kurz vor dem Ziel noch zwei Plätze nach hinten gereicht. Zum Schluss war mehr als ein enttäuschender vierter Platz leider nicht drin.

Aber was erwarte ich auch? – Nach einer Woche quasi ohne Kohlenhydrate und einem Defizit von 7000 Kalorien, sind Höchstleistungen schlichtweg nicht möglich. Also Schwamm drüber und den Blick nach vorne richten. Was zählt ist Heidelberg im April. Alles andere sehe ich als Vorbereitung dafür. Der nächste Crosslauf findet am letzten Samstag im Januar statt, ich bin gespannt wie sich meine Form bis zu diesem Zeitpunkt verändert hat.

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