© mezzotint_fotolia / Fotolia

So ein Wettkampf der ist lustig, so ein Wettkampf der ist schön… So sieht der Idealfall aus. Leider kann so ein Wettkampf auch ganz schön unangenehm werden! Du kannst mir ruhig glauben, ich habe schon so einige unangenehme Erfahrungen in Wettkämpfen gesammelt. Damit dir das nicht passiert, habe ich in diesem Beitrag, die meiner Meinung nach 10 schlimmsten Fehler zusammengetragen, die du bei einem Wettkampf machen kannst.

Zu schnell Loslaufen

Die letzten Sekunden bis zum Start laufen. Adrenalin durchströmt den gesamten Körper, die Nervosität steigt. Peng!!!, der Startschuss ertönt und die Masse stürmt los, als gäbe es kein Morgen mehr. Da passiert es leicht, dass man sich von der Masse mitreißen lässt und zu schnell losrennt. Durch das Adrenalin spürt man die Anstrengung im ersten Moment noch nicht so richtig und das Gefühl für das Tempo fehlt noch! Dann kommt die erste Kilometermarke und man stellt fest: „auweia, das war ja viel zu schnell!“ Genau dieser erste Kilometer, kann dir im späteren Verlauf des Rennens zum Verhängnis werden!

Neue Schuhe

Ein absoluter Anfängerfehler, der mir leider auch schon passiert ist. Neue Schuhe haben bei einem Wettkampf nichts verloren! Eine wichtige Regel lautet: Keine Experimente im Wettkampf! Das gilt nicht nur für Schuhe, sondern auch für alle anderen Kleidungsstücke. Blasen an den Füssen, Wundscheuern zwischen den Beinen oder blutige Brustwarzen sind keine tolle Sache! Je nachdem wie lange der Wettkampf dauert, kann sowas sogar zu einem vorzeitigen Ende führen. Bevor neue Ausrüstung im Wettkampf verwendet wird, solltest du dich unbedingt vorher im Training daran gewöhnen!

Nicht auf den Körper hören

„Es gibt Tage an denen läuft es und es gibt Tage an denen läuft es absolut nicht!“ Egal wie gut die Planung und Vorbereitung auch war, es gibt Tage an denen absolut nichts geht! Das ist doof, aber wahr. Wie oft habe ich trotzdem versucht die angepeilten Kilometer Zeiten zu halten und den Plan durch zu ziehen. Das hat dann auch immer für eine gewisse Zeit funktioniert, doch irgendwann kam der Zeitpunkt an dem garnichts mehr ging. Und dieser Zeitpunkt kam IMMER und jedes Mal wurde es richtig unangenehm! So unangenehm, dass ich erst Mal für ein paar Wochen die Nase voll hatte. Deshalb kann ich nur sagen: „hör auf deinen Körper und nicht auf deine Uhr“ Wenn´s mal nicht so läuft, mach einfach ein bisschen langsamer, ansonsten bist du nachher mit dem Ergebnis unzufrieden und total kaputt!

Unnötige Hektik

Ob Stau, Parkplatzmangel oder die falsche Ausfahrt genommen, es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Das sollte man auf jeden Fall in die Planung mit einbeziehen. Um dir solche Hektik zu ersparen, fahre einfach früh genug los. Je weiter der Wettkampfort entfernt, desto mehr Zeit solltest du für die Anreise einplanen. Genauso wichtig, ist das rechtzeitige packen der Tasche. Stress ist etwas, das man am Wettkampftag gar nicht gebrauchen kann!

Unpassende Kleidung

Morgens strahlend blauer Himmel und mittags gießt es wie aus Eimern… Das habe ich mehr als einmal erlebt, deshalb bin ich immer für alle Eventualitäten gerüstet. So gut die Wettervorhersage auch ist, in meiner Tasche ist immer auch Kleidung für schlechtes Wetter. Ebenso Wechselsocken und Wechselschuhe, wenn es mich beim Warmlaufen erwischt!

Nüchtern starten

Auf nüchternen Magen solltest du definitiv keinen Wettkampf bestreiten! Auch wenn die Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur die letzten Tage gut gefüllt wurden, sind die Speicher in der Leber über Nacht geleert worden. Diese sind für die Regulierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel fühlst du dich schlapp und müde und das ist das Letzte, was man an einem Wettkampf gebrauchen kann. Ich Frühstücke am Wettkampftag deshalb immer meinen Haferbrei. Der ist leicht verdaulich, liegt nicht schwer im Bauch und liefert wichtige Kohlenhydrate!

Mit vollem Bauch starten

Zu viel, zu spät oder das Falsche gegessen, ist genauso schlimm wie garnichts gegessen! Mit vollem Bauch läuft es sich absolut nicht gut, deshalb solltest du deine letzte Mahlzeit früh genug vor dem Start essen. Am besten zwei bis drei Stunden vorher. Dabei ist es wichtig auf leichte, kohlenhydratreiche Kost zu setzten, die nicht schwer im Bauch liegt und schnell verdaut ist. Fleisch, ballaststoffreiches Obst oder Gemüse, sowie Vollkornprodukte oder besonders fettreiche Lebensmittel sind auf jeden Fall am Wettkampftag zu vermeiden!

Ernährungs-Experimente

Ich kann nur sagen, dies ist ein sehr unangenehmes Thema! Meistens dann wenn man ein Dixi Klo sucht findet man keins! Deshalb solltest du nicht mit dem Feuer spielen und auf Ernährungs-Experimente am Wettkampftag und auch am Tag davor verzichten. In der Phase vor dem Wettkampf ist der Magen oft sehr nervös und reagiert auf alles ungewohnte etwas empfindlich! Iss am Abend vor dem Wettkampf und am Wettkampfmorgen das, was du auch während der Trainingsphase isst, dann bis du auf der sicheren Seite!

Zu wenig trinken

Die ersten 5 Kilometer sind geschafft, von Durst noch keine Spur, also Verpflegungsstation überspringen und Zeit sparen. Bei einem 10 Kilometer Wettkampf ist das kein Problem, doch bei einem Marathon sieht die Sache schon anders aus. Bereits ab einem Flüssigkeitsverlust von ca. 2% des Körpergewichts, sinkt die Leistungsfähigkeit rapide. Ich habe mir angewöhnt von Anfang an immer kleine Schlücke zu trinken, so muss ich im späteren Verlauf des Wettkampfes nicht große Mengen in mich hineinschütten, wenn ich überdurstig bin.

In der Woche vor dem Wettkampf zu viel trainiert

Bitte nicht! In der letzten Woche vor dem Wettkampf ist schonen angesagt! Besser wird man in der letzten Woche vor einem Wettkampf sowieso nicht mehr. Egal wie sehr das Gewissen auch schreit: „du hast zu wenig trainiert, geh raus, beweg deinen Arsch“. Hör nicht drauf, damit machst du alles noch viel schlimmer! Das A und O am Wettkampftag ist, dass du gut regeneriert startest. Mit einer Vorbelastung kannst du am Wettkampftag nicht das Maximum aus deinem Körper herauskitzeln und darum geht´s ja schließlich beim Wettkampf.

Das waren sie auch schon, die meiner Meinung 10 größten Wettkampf-Fehler. Fällt dir noch ein wichtiger Punkt dazu ein? Dann schreib doch einen Kommentar und hilf mir die Liste zu vervollständigen!

Author

0 comments

X