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Planlos nach Lust und Laune vor sich hin trainieren. Unter Missachtung aller Ernährungsgrundsätze essen worauf man gerade Appetit hat? – So könnte man mein Jahr 2015 bis jetzt ganz gut zusammenfassen. Manche glücklichen Hobbyathleten die mit einer gehörigen Portion Talent und einem Stoffwechsel wie eine Müllverbrennungsanlage ausgestattet sind, mögen mit dieser Strategie durchaus beachtliche Erfolge erzielen.

Ich besitze jedoch leider keine Superkräfte, hinzu kommt, dass mein Körper ein sehr guter Futterverwerter ist und jede überschüssige Kalorie direkt in den Fettdepots speichert. Das bestätigte mir diese Woche auch meine schöne Withings-Waage, die mich kurzzeitig in Schockstarre versetzte. Das, was mir die Anzeige des Smart-Body-Analyzer´s da offenbarte, konnte einfach nicht stimmen. 71,3 kg, das muss ein Irrtum sein, doch auch nach wiederholtem Betreten der Waage blieb das Ergebnis unverändert.

Dies war mal wieder einer dieser Momente in meinem Leben, in dem mir klar wurde, dass die Zeit für ein paar Veränderungen gekommen ist. Ein Plan für dieses Jahr muss her, sodass ich in nicht mehr ganz 12 Monaten zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann.

Doch was ist überhaupt Erfolg und wie kann ich am Jahresende von mir behaupten erfolgreich gewesen zu sein? Erfolg ist, wenn man seine selbst gesteckten Ziele verwirklicht. Aber auch unvorhergesehene Erfolge können einem Freude bereiten, wenn zum Beispiel die Erwartungen übertroffen werden, ohne dass man damit gerechnet hat.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich ohne konkrete Ziele, Pläne und Vorstellungen meistens nicht weit komme. Deshalb wird es so langsam Zeit, ein paar Ziele für das Jahr 2015 zu formulieren.

Für mein erstes Ziel musste ich nicht lange überlegen. Die Pleite vom letzten Jahr beim Halbmarathon in Heidelberg möchte ich auf jeden Fall wieder gut machen. Auch letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, an diesem Event mit einer hervorragenden Leistung zu glänzen. Aus irgendwelchen Gründen wurde daraus jedoch leider nichts, was mich ziemlich frustrierte. Dieses Jahr soll sich das ändern. Zwar gibt es bestimmte, unvorhersehbare Faktoren, wie zum Beispiel Krankheiten oder Verletzungen, aber mein Ziel ist es wieder an meine Zeit von 2013 heranzukommen.

Ob mir das gelingen wird hängt sehr stark von dem Erreichen meines zweiten Ziels ab. Stichwort optimales Wettkampfgewicht. Egal wie viel und wie hart man für ein bestimmtes Event auch trainiert, um die maximale Leistung aus sich herauszuholen, benötig man eine gute Körperzusammensetzung. Das ist der Punkt an dem ich als aller Erstes arbeiten muss. Bis zum Halbmarathon in Heidelberg, Ende April, soll die Waage 62 Kilo, gerne aber auch weniger anzeigen. Das wären um die 9 Kilogramm in von nun an noch 102 Tagen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, muss ich also 63.000 Kalorien einsparen, denn wie wir alle wissen, entsprechen 7.000 Kilokalorien in etwa 1 Kilogramm Körperfett. Keine einfache, aber eine durchaus machbare Aufgabe.

Ziel Nummero 3, steckt mir schon ziemlich lange in der Nase. Ich weiß nicht genau wieso, aber es reizt mich ungemein einmal einen Ultramarathon von 100 Kilometern Länge zu laufen. Ich schiebe diesen Wunsch nun schon mehrere Jahre vor mir her und ich glaube dieses Jahr bereit dafür zu sein. Ein konkretes Event habe ich mir  für dieses Vorhaben noch nicht ausgesucht, das werde ich in naher Zukunft noch nachholen. Einen ersten Trainingslauf über 50 Kilometer habe ich auch schon hinter mir, die Sterne für den Ultramarathon 2015 scheinen also gut zu stehen.

Das sollte fürs erste genügen. Drei Ziele sind nicht wirklich sehr viel, aber Qualität kommt ja schließlich vor Quantität. Es wird für mich kein Kinderspiel diese Ziele zu erreichen und mir ein hohes Maß an Disziplin und Motivation abverlangen. Das müsste fürs Erste genügen und jetzt entschuldigt mich, ich habe noch ein paar Ziele zu erledigen.

 

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2 comments

  • Puh, einen 100er? Die Verlockung kann ich nachvollziehen, aber ich glaube, da würde ich jetzt schon auf heißen Kohlen sitzen und alles akribisch planen wollen. So einfach und spontan aus dem Ärmel schütteln lässt sich das ja eher nicht 😉

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      So war es jedenfalls geplant. Momentan sieht es mit diesem Vorhaben jedoch nicht allzu gut aus, denn das Knie macht Probleme :-(. Die letzten drei Wochen war läuferisch nichts drinn, vielleicht wage ich dieses Wochenende mal wieder einen ersten Versuch. Muss meinen Blog mal wieder updaten ;-).

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