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Laufausrüstung – das brauchst du wirklich

Was gehört wirklich zu einer ordentlichen Laufausrüstung? Es gibt Dinge die braucht man als Läufer und es gibt Dinge auf die man gut und gerne verzichten kann! Eine Sache steht für mich jedenfalls fest: Laufen kann auch ein ganz schön teures Hobby sein! Damit ihr euer Geld nicht unnötig zum Fenster hinauswerft, habe ich in diesem Beitrag, die meiner Meinung nach wichtigsten Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen, die jeder Läufer besitzen sollte.

Laufschuhe

Wenn ich mich festlegen müsste, welcher Ausrüstungsgegenstand der Wichtigste beim Laufen ist, dann würde ich mich wohl für den Laufschuh entscheiden. Ein Paar gute Laufschuhe gehören in das Regal eines jeden Läufers! Es spielt dabei absolut keine Rolle ob es sich um einen Vollprofi, oder einen blutigen Anfänger handelt. Gerade wenn man als Beginner mit dem Laufen anfangen möchte, sollte man auf keinen Fall den Fehler machen und die eingestaubten Turnschuhe aus der Kiste vom Dachboden ausgraben. Wenn man bedenkt, dass bei jedem Schritt die Gelenke mit dem 2 – 3-fachen des eigenen Körpergewichts belastet werden, wird schnell klar wie wichtig gute Laufschuhe sind. Ein Laufschuh der nicht zum eigenen Laufstil passt, kann langwierige Verletzungen verursachen. Vor allem als Laufeinsteiger sollte man sich deshalb beim Laufschuhkauf in einem Fachgeschäft beraten lassen. Dort bekommt man oft zusätzlich eine kostenlose Laufanalyse, um  genau festzustellen ob man einen neutralen oder einen gestützten Laufschuh benötigt. Zwar sind die Schuhe im Internet meistens deutlich billiger, doch man kann sich nie genau sicher sein, ob der Schuh dann auch wirklich der Richtige für einen ist. Anders sieht es natürlich aus, wenn man bereits genau weiß, welches Modell man benötigt und die alten Treter einfach durch ein paar Neue ersetzen möchte. Apropos alte Treter… Im Durchschnitt halten ein paar Laufschuhe rund 600 Kilometer, jedoch kann man das so genau nie sagen… Die Lebensdauer eines Laufschuhs hängt stark von den Faktoren Untergrund, Gewicht und Laufstil ab. Ich kenne Läufer, die ihre Laufschuhe über 1.000 Kilometer tragen, also bis zum bitteren Ende. So lange sind meine Laufschuhe allerdings nie im Einsatz, denn Dämpfung und Passform nehmen mit steigendem Alter erheblich ab, was eine höhere Belastung für die Gelenke bedeutet! Welchen Unterschied ein neues Paar Laufschuhe ausmacht, kann jeder ganz einfach selbst testen: Man nehme ein Paar Laufschuhe, welches bereits 400 Kilometer gelaufen wurde und vergleicht diese mit einem neuen Paar (natürlich das gleiche Modell). Der Unterschied ist einfach gravierend! Man hat das Gefühl ein völlig anderes Schuhmodell zu tragen! Deshalb ersetze ich meine alten Laufschuhe lieber etwas zu früh, als zu spät. Damit die Zehen beim Laufen nicht vorne anstoßen, sollte man Laufschuhe immer eine halbe bis eine Nummer größer kaufen, sonst kann das schnell sehr schmerzhaft werden! Der beste Zeitpunkt um Laufschuhe zu kaufen, ist übrigends am Abend, denn die Füße schwellen über Tag an und sind abends etwas größer als morgens.

Laufsocken

Auch der beste Schuh nützt relativ wenig, wenn die Socke rutscht oder drückt. Laufsocken bilden das Bindeglied zwischen Fuß und Schuh und sind für mich nicht mehr wegzudenken. Nach zahlreichen blutigen Fersen und Riesenblasen, habe ich Baumwollsocken und Co. endgültig aus meinem Läuferrepertoire verbannt. Diese perfekt auf den Fuß zugeschnittenen, nahtfreien und mit Polster ausgestatteten Fußüberzüge, möchte ich nicht mehr missen. Die hohe Passgenauigkeit sorgt dafür, dass der Fuß nicht in der Socke umherrutscht und verhindert zudem Druckstellen. Das Risiko, sich eine Blase zu laufen, ist mit den richtigen Laufsocken um ein Vielfaches geringer! Natürlich ist mir bewusst, dass man auch in normalen Socken mitunter sehr gut laufen kann, doch komfortabler lebt es sich definitiv mit Laufsocken! Vor allem wer regelmäßig läuft, sollte darauf achten, seine Füße in Ordnung zu halten, denn Fußprobleme können einem so richtig das Training versauen! Ohne Laufsocken, ohne mich!

Funktionsunterwäsche

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Das ist zum Beispiel bei Funktionsunterwäsche der Fall. Von außen nicht erkennbar und deutlich günstiger als ein Paar Laufschuhe, macht diese dünne Schicht aus Funktionsfaser einen riesigen Unterschied. Schon mehr als einmal musste ich schmerzhaft feststellen, dass handelsübliche Boxershorts keine perfekte Lösung darstellen. Vor allem bei längeren Distanzen kann falsche Unterwäsche sehr unangenehm werden. So unangenehm, dass ich einmal sogar einen Lauf abbrechen musste, weil die Naht meiner Shorts meine Innenschenkel blutig gescheuert hatte. Richtig schlimm wird es dann später unter der Dusche, wenn Wasser an die wunden Stellen kommt.

Doch Funktionsunterwäsche hat nicht nur den Zweck Reibung zu vermeiden, sie dient auch dem Abtransport von Schweiß. Dabei soll der Schweiß jedoch nicht gänzlich nach außen weitergeleitet werden. Schweiß besitzt nämlich die wichtige Aufgabe, den Körper zu kühlen und ihn vor dem Überhitzen zu schützen. Ein kleiner Schweißfilm auf der Haut ist also durchaus erwünscht.

Wer auf Funktionsunterwäsche verzichten möchte, dem empfehle ich sogenannte 2 in 1 Shorts. Das sind Laufshorts, mit einer eingearbeiteten Kompressionstight, welche die gleichen Funktionen wie Funktionsunterwäsche erfüllt.

Laufhosen

Auch wenn es im ersten Moment so klingen mag, ist die sogenannte Jogginghose zum Laufen völlig ungeeignet. Diese besteht nämlich in der Regel aus Baumwolle und diese saugt sich gerne mit Schweiß voll. Auch der eher lockere Schnitt ist zum Laufen eher kontraproduktiv. Es dauert nicht sehr lange, bis man sich in den Dingern die Innenschenkel wund gescheuert hat! Besser geeignet, obwohl meiner Meinung nach optisch eine Katastrophe sind spezielle Lauftights. Sie schmiegen sich um die Beine wie eine zweite Haut und verhindern dadurch, dass man sich darin wundscheuert. Für den Winter gibt es extra Modelle, die aus etwas dickerem Material gefertigt sind. Für den Sommer bevorzuge ich persönlich Shorts, die sehen einfach besser aus, aber Aussehen ist ja bekanntlich Geschmackssache! Damit man sich keinen Wolf läuft, tendiere ich auch hier zu der bereits erwähnten 2 in 1 Short.

Laufshirt

Ein Laufshirt ist mehr als nur ein Shirt das man beim Laufen trägt, denn es erfüllt viele wichtige Aufgaben. Nicht jedes Shirt ist gleichermaßen gut zum Laufen geeignet. Baumwollshirts zum Beispiel saugen sich schnell mit Schweiß voll und können sehr unangenehm am Körper scheuern. Bei windigen Wetterverhältnissen kann es in einem vollgeschwitzten Baumwollshirt schnell kühl werden und man riskiert eine Erkältung. Spezielle Laufshirts bestehen idealerweise aus atmungsaktiven Funktionsmaterialien, die den Schweiß nach außen transportieren. Im Gegensatz zu Laufschuhen können Laufshirts ruhig etwas enger anliegen, dadurch kann der Schweiß besser absorbiert werden.

Ein kurzes Laufshirt für den Sommer und ein langärmliges Laufshirt für kühlere Temperaturen gehören in jeden Läuferschrank! Im Winter kann man sehr gut mehrere Laufshirts übereinander kombinieren. Durch dieses sogenannte Zwiebelprinzip erwärmt sich die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten und man bleibt auch bei frostigen Bedingungen mollig warm.

Laufjacke

Laufjacken gibt es in allen erdenklichen Variationen. Zur Pflichtausrüstung gehört meiner Meinung nach eine leichte wasserfeste Ausführung, die man bei leichtem Regen über das Shirt ziehen kann. Wichtig beim Kauf einer Laufjacke ist, dass man sie nicht zu eng kauft, da man in der Regel mindestens eine oder zwei Schichten darunter trägt.

Mütze und Handschuhe

Jeder der sich nach einem Lauf bei eisigen Temperaturen schon einmal versucht hat, die Hände mit heißem Wasser zu erwärmen, der weiß, dass man im Winter besser Handschuhe tragen sollte. Auch die Tatsache, dass beim Laufen die meiste Wärme über den Kopf und die Finger verloren geht, unterstreicht die Wichtigkeit von Mütze und Handschuhen. Wie bei eigentlich allen Kleidungsstücken, die man beim Laufen trägt, sollte auch hier Wert auf Funktionsmaterialien gelegt werden. Eine stinknormale Wollmütze mag zwar im ersten Moment schön warm halten, doch spätestens nach einigen Kilometern wird sie sich mit Schweiß vollsaugen und das Gegenteil tritt ein.

GPS Uhr

Ob eine GPS Uhr wirklich zur Laufausrüstung eines Läufers gehört? – nun da streiten sich die Geister. Ich jedenfalls möchte nicht mehr auf diese technische Errungenschaft verzichten. Es erleichtert die Trainingsüberwachung ungemein, denn man erhält nach jedem Lauf detaillierte Informationen zur Trainingseinheit. Wenn man die Daten anschließend mit dem Internet synchronisiert, erhält man eine schöne Übersicht, was das Führen eines Trainingstagebuches fast überflüssig macht. Einen Pulsmesser haben die meisten GPS Uhren ebenfalls mit an Bord. Einige Modelle benötigen nicht einmal mehr einen Brustgurt zur Herzfrequenzmessung, da sie einen optischen Herzfrequenzsensor im Gehäuse integriert haben. Allerdings sind diese bei weitem nicht so genau wie ein Brustgurt. Ein Einsteigermodel bekommt man heute schon für gut 100 Euro, für ein Highend Gerät kann man auch schon mal bis zu 900 Euro hinblättern.

Stirnlampe

Für all die Verrückten (wie ich), die auch im Dunkeln die Füße nicht still halten können, ist eine Stirnlampe eine sinnvolle Investition. Vor allem im Winter, wenn es schon sehr früh dunkel wird, bin ich oft mit Stirnlampe unterwegs. Ich habe mir da ein echt krasses Teil angeschafft, das so manchem Autoscheinwerfer Konkurrenz machen könnte. Nicht selten bekomme ich deshalb Lichthupe, weil ich damit Autofahrer blende. Aber ich werde lieber gesehen, als überfahren! Auch hier sind die Preisunterschiede sehr groß. Ein günstiges Model bekommt man schon für 20,- €, was für Läufe auf nicht allzu gut ausgeleuchteten Straßen völlig ausreichend ist. Wer allerdings auf unbeleuchteten Strecken unterwegs ist, sollte meiner Meinung nach in ein besseres Model investieren. Für einen Preis zwischen 50 und 100 Euro, bekommt man etwas Vernünftiges. Ebenfalls sinnvoll um im Dunkeln besser gesehen zu werden, sind LED Clips, die man an der Kleidung befestigen kann.

An was man sonst noch denken sollte!

  • Taschentücher (sollte man für die dringenden Fälle immer dabei haben)
  • Haustür- oder Autoschlüssel (schön öfter vergessen, ganz schön ärgerlich)
  • Smartphone (um im Notfall Hilfe zu rufen)
  • Vaseline (gegen Wundlaufen)
  • Sonnenmilch (Schützt vor gefährlichen UV Strahlen)

Eine Übersicht, wie viel Geld dich eine komplette Ausrüstung kosten kann, findest du hier.

 

 

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