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gute Vorsätze

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gute Vorsätze bringen nichts

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Ein weiteres Jahr geht zu Ende. Miss Sophie und ihr Butler James stehen schon in den Startlöchern um uns noch ein letztes Mal so richtig zum Lachen zu Bringen. In diesem Zusammenhang taucht fast schon unvermeidbar das Thema gute Vorsätze auf.  Bis jetzt habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Doch irgendwie gehören die guten Vorsätze zum Jahreswechsel dazu, genau wie Dinner for One.

Ein paar Kilos abnehmen, mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken, sparsamer mit dem lieben Geld umgehen und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Einer dieser Vorsätze ist fast jedes Mal vertreten, wenn ich mit jemanden über seine Pläne für das nächste Jahr rede.

Alle Jahre wieder

Bei mir ist es Jahr für Jahr der gleiche Vorsatz: Nächstes Jahr will ich endlich ein paar Kilos abnehmen um mein Wohlfühlgewicht zu erreichen. Jedes Jahr aufs Neue nehme ich mir vor abzuspecken, doch bisher war dieses Vorhaben nie von Erfolg gekürt. So langsam komme ich zu dem Entschluss, dass gute Vorsätze für die Katz sind.

Vorsätze sind keine Ziele

Ich bin sicher nicht der Einzige dem das so geht. Die Weihnachtsfeiertage… Eine Feierlichkeit jagt die Nächste und immer geht es nur ums Fressen und Saufen. Als wäre das nicht genug, stehen überall wo man hinschaut Teller mit Weihnachtsgebäck an denen man nicht vorbeikommt ohne mindestens einmal kräftig zuzugreifen. Da klettert die Waage schnell mal für  2 Kilogramm in die Höhe und die Laune sinkt ins Bodenlose. Aus diesem Frust heraus sind gute Vorsätze immer schnell gefasst. Spätestens nach dem 5. Glas Sekt auf der Silvesterparty gibt man diese dann zum Besten: „Nächstes Jahr nehme ich endlich ab! Ich werde jeden Tag Sport treiben und mich ausschließlich gesund ernähren!“  Das aus dieser Art von Vorsätzen höchstwahrscheinlich nichts wird, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Mit den guten Vorsätzen ist das sowieso so eine Sache. Sie sind meistens viel zu allgemein und besitzen keine oder nur wenig Aussagekraft. Vorsätze sind eben keine Ziele, sondern eigentlich mehr Wunschvorstellungen. Am besten man vergisst die guten Vorsätze so schnell wie möglich und überlegt sich stattdessen eindeutige Ziele. Das tut man optimalerweise in aller Ruhe und mit ausreichend Zeit um darüber genau nachzudenken.

Es braucht einen vernünftigen Grund

Doch warum überhaupt gute Vorsätze? Aus Frust vor der Festtagsvöllerei? Oder gar einfach nur weil ein neues Jahr beginnt? Der Grund, beziehungsweise die Frage nach dem WARUM ist mit das Wichtigste an einem Ziel, denn auf dem WARUM beruht das Ziel. Wenn ich mir nach kurzer Zeit bereits die Frage stellen muss, WARUM tue ich das eigentlich?, dann verfolge ich definitiv das falsche Ziel und sollte dieses unbedingt nochmal überdenken. Ein neues Jahr ist für mich kein Grund mehr in meinem Leben Veränderungen vorzunehmen. Nächstes Jahr, morgen, übermorgen, nächste Woche, das ist doch alles bloß Aufschieberei und führt im Endeffekt zu nichts. Wenn ich wirklich etwas in meinem Leben ändern möchte, dann sollte ich das JETZT SOFORT tun, egal welcher Tag heute ist.

Realistische Ziele setzen

Die Motivation ist anfangs meist riesig. Noch riesiger sind demnach auch die gefassten Vorsätze. Jedoch sollte man trotz der ganzen Euphorie realistisch bleiben. Ansonsten kommt kurze Zeit später die Erkenntnis, dass die zu hoch gesteckten Ziele nicht wie geplant erreichen wird. Ich kenne das nur allzu gut! Das was dann kommt ist: „ich habe keine Lust mehr, das hilft doch sowieso alles nichts, das ist ja kein Leben mehr, ich pfeife auf die Ziele“. Damit das nicht passiert, sollte man sich nicht zu viel für den Anfang vornehmen. Ein Ziel genügt fürs Erste und um dieses zu erreichen, sollte man ausreichend Zeit einplanen. Das einteilen des Ziels in Teilziele ist ebenso sehr hilfreich. Teilziele machen Fortschritte messbarer und schaffen Erfolgserlebnisse, die zusätzliche Motivation liefern.

ohne Plan läuft nix

Backe backe Kuchen…. Eigentlich ist es mit Zielen wie beim Kuchen backen. Wenn ich einen Kuchen zum ersten Mal backe, dann benötige ich das passende Rezept um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Ohne genaue Menge der Backzutaten und die richtigen Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge, wird mein Kuchen nie gelingen. Genau wie ein Kuchen ohne Rezept, wird auch ein Ziel ohne Plan nicht funktionieren. Im Gegensatz zu unserem Kuchen muss ich das passende Rezept jedoch selber austüfteln um zu meinem Ziel zu gelangen. Je genauer die Planung desto höher sind später die Erfolgschancen! Oft stößt man bei der Planung auf vermeidliche Probleme die es eventuell notwendig machen, noch ein paar kleine Änderungen am Ziel oder dem Zeitplan vorzunehmen.

Ziele festhalten

Hat man sich alles gut überlegt gibt es noch eine wichtige Sache zu tun. Man nehme ein Blatt Papier und schreibe sich sein Ziel so ausführlich wie möglich auf. Dieses rahmt man am besten ein und hängt es an einem Ort auf, an dem man es oft sieht. Um auch immer an sein Ziel erinnert zu werden, erzählt man am besten so vielen Menschen wie möglich von seinem Vorhaben.

Nicht verzweifeln

Rückschläge wird es immer geben. Bereits ein kurzer Moment der Schwäche, ein kleines Hindernis oder ein unerwartetes Ereignis können ausreichen, um wieder in alte Gewohnheiten zu fallen. Das ist mir mehr als nur einmal passiert. Meistens war ich danach so frustriert, dass ich mein Ziel komplett über den Haufen geworfen habe. Das ist allerdings völliger Blödsinn! Man sollte sich vorher im klaren sein, dass es sehr wahrscheinlich viel Zeit und einige Versuche brauchen wird um die über Jahre eingebrannten Gewohnheiten zu ändern. Deshalb nicht aufgeben, sondern das Ziel im Auge behalten und weitermachen.

Ich denke wenn man diese Dinge befolgt, stehen die Chancen gut, dass es die guten Vorsätze oder besser die Ziele nächstes Jahr in Erfüllung gehen werden.

  • Ein neues Jahr ist noch lange kein Grund für Veränderungen.
  • Vorsätze sind meist sehr allgemein, besser sind konkrete, genau definierte Ziele
  • Ziele sollte man sich in aller Ruhe überlegen.
  • Ich muss mir im klaren darüber sein, warum ich ein Ziel erreichen will
  • Ziele müssen realistisch sein.
  • Wir sollten uns auf die wichtigsten Ziele beschränken.
  • Um ein Ziel zu erreichen benötige ich einen Plan.
  • Das Ziel aufschreiben, aufhängen und weitererzählen.
  • Jetzt ist der beste Zeitpunkt um zu beginnen.

Meine Ziele für 2015

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Planlos nach Lust und Laune vor sich hin trainieren. Unter Missachtung aller Ernährungsgrundsätze essen worauf man gerade Appetit hat? – So könnte man mein Jahr 2015 bis jetzt ganz gut zusammenfassen. Manche glücklichen Hobbyathleten die mit einer gehörigen Portion Talent und einem Stoffwechsel wie eine Müllverbrennungsanlage ausgestattet sind, mögen mit dieser Strategie durchaus beachtliche Erfolge erzielen.

Ich besitze jedoch leider keine Superkräfte, hinzu kommt, dass mein Körper ein sehr guter Futterverwerter ist und jede überschüssige Kalorie direkt in den Fettdepots speichert. Das bestätigte mir diese Woche auch meine schöne Withings-Waage, die mich kurzzeitig in Schockstarre versetzte. Das, was mir die Anzeige des Smart-Body-Analyzer´s da offenbarte, konnte einfach nicht stimmen. 71,3 kg, das muss ein Irrtum sein, doch auch nach wiederholtem Betreten der Waage blieb das Ergebnis unverändert.

Dies war mal wieder einer dieser Momente in meinem Leben, in dem mir klar wurde, dass die Zeit für ein paar Veränderungen gekommen ist. Ein Plan für dieses Jahr muss her, sodass ich in nicht mehr ganz 12 Monaten zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann.

Doch was ist überhaupt Erfolg und wie kann ich am Jahresende von mir behaupten erfolgreich gewesen zu sein? Erfolg ist, wenn man seine selbst gesteckten Ziele verwirklicht. Aber auch unvorhergesehene Erfolge können einem Freude bereiten, wenn zum Beispiel die Erwartungen übertroffen werden, ohne dass man damit gerechnet hat.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich ohne konkrete Ziele, Pläne und Vorstellungen meistens nicht weit komme. Deshalb wird es so langsam Zeit, ein paar Ziele für das Jahr 2015 zu formulieren.

Für mein erstes Ziel musste ich nicht lange überlegen. Die Pleite vom letzten Jahr beim Halbmarathon in Heidelberg möchte ich auf jeden Fall wieder gut machen. Auch letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, an diesem Event mit einer hervorragenden Leistung zu glänzen. Aus irgendwelchen Gründen wurde daraus jedoch leider nichts, was mich ziemlich frustrierte. Dieses Jahr soll sich das ändern. Zwar gibt es bestimmte, unvorhersehbare Faktoren, wie zum Beispiel Krankheiten oder Verletzungen, aber mein Ziel ist es wieder an meine Zeit von 2013 heranzukommen.

Ob mir das gelingen wird hängt sehr stark von dem Erreichen meines zweiten Ziels ab. Stichwort optimales Wettkampfgewicht. Egal wie viel und wie hart man für ein bestimmtes Event auch trainiert, um die maximale Leistung aus sich herauszuholen, benötig man eine gute Körperzusammensetzung. Das ist der Punkt an dem ich als aller Erstes arbeiten muss. Bis zum Halbmarathon in Heidelberg, Ende April, soll die Waage 62 Kilo, gerne aber auch weniger anzeigen. Das wären um die 9 Kilogramm in von nun an noch 102 Tagen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, muss ich also 63.000 Kalorien einsparen, denn wie wir alle wissen, entsprechen 7.000 Kilokalorien in etwa 1 Kilogramm Körperfett. Keine einfache, aber eine durchaus machbare Aufgabe.

Ziel Nummero 3, steckt mir schon ziemlich lange in der Nase. Ich weiß nicht genau wieso, aber es reizt mich ungemein einmal einen Ultramarathon von 100 Kilometern Länge zu laufen. Ich schiebe diesen Wunsch nun schon mehrere Jahre vor mir her und ich glaube dieses Jahr bereit dafür zu sein. Ein konkretes Event habe ich mir  für dieses Vorhaben noch nicht ausgesucht, das werde ich in naher Zukunft noch nachholen. Einen ersten Trainingslauf über 50 Kilometer habe ich auch schon hinter mir, die Sterne für den Ultramarathon 2015 scheinen also gut zu stehen.

Das sollte fürs erste genügen. Drei Ziele sind nicht wirklich sehr viel, aber Qualität kommt ja schließlich vor Quantität. Es wird für mich kein Kinderspiel diese Ziele zu erreichen und mir ein hohes Maß an Disziplin und Motivation abverlangen. Das müsste fürs Erste genügen und jetzt entschuldigt mich, ich habe noch ein paar Ziele zu erledigen.

 

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