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Brooks Levitate – Der perfekte Laufschuh?

Das neueste Brooks Modell trägt den Namen Levitate. Dabei handelt es sich um einen von Grund auf neu entwickelten Schuh. Zweieinhalb Jahre Entwicklungszeit und ein komplett neues Dämpfungssystem, mit der angeblich höchsten Energierückführung, stecken im Brooks Levitate. Hat Brooks mit diesem Modell den perfekten Laufschuh entwickelt? Oder stecken hinter dem gelungen Marketing bloß leere Versprechungen?

Als der Brooks Levitate bei mir eintraf, war ich überrascht. Ich hatte zuvor noch nie von diesem Schuh gehört. Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein von Grund auf neu entwickeltes Model, das angeblich mit keinem anderen Brooks Model zu vergleichen wäre. Zweieinhalb Jahre Entwicklungszeit und insgesamt 7 Testphasen hat der Brooks Levitate hinter sich!

Allgemeines

8 mm Sprengung

Typ: Neutralschuh

Gewicht: 318 Gramm (42,5)

Design

Aus dem blauen Karton blitzte mir ein wirklich cool aussehender Laufschuh entgegen. Das Design wirkte für Brooks Verhältnisse sehr dezent. Damit will ich keinesfalls zum Ausdruck bringen, dass der Levitate weniger auffällig ist. Die silbern glänzende DNA-AMP Zwischensohle ist ein echter Hingucker.  Abgerundet wird diese durch ein gestricktes Obermaterial, welches im Vergleich zu anderen Brooks Modellen ohne viele Print Overlays sehr schlicht daherkommt. Zwar ist mir die Funktionalität bei Laufschuhen wichtiger als das Design, aber ich freue mich dennoch sehr darüber, dass ich den Levitate auch sehr gut unter einer Jeans tragen kann!

Ein gutes Design ist allerdings noch lange nicht ausreichend um den wie ich finde sehr hohen Preis von 170,- € zu rechtfertigen! Was bei einem Laufschuh wirklich zählt ist die Funktionalität und das Laufgefühl!

Kann der Brooks Levitate mehr als nur hübsch aussehen? – finden wir es heraus!

Brandneue DNA-AMP-Mittelsohlentechnologie

Die neue DNA-AMP-Mittelsohle ist zweifellos das Herzstück des neuen Brooks Levitate. In ihr steckt weit mehr als eine coole Optik! Anders als bei herkömmlichen Laufschuhmodellen besteht das Material nämlich nicht aus EVA-Schaum, sondern aus Polyurethan. Umschlossen wir dieses Polyurethan von einer TPU Hülle (Thermoplastisches Urethan) um eine horizontale Ausdehnung zu verhindern. Die Rede ist von einer noch nie dagewesenen Energierückgewinnung von satten 72 %! Bei Sohlen aus EVA beträgt die Energierückgewinnung 50 – 60 %! Angeblich hat Brooks zusammen mit BASF ganze 7 Jahre an dieser neuen Technologie geforscht!

Nahtloses Fit-Knit-Obermaterial

Auch beim Obermaterial hat sich Brooks einiges einfallen lassen. Es handelt sich dabei um ein mittels Rundstickverfahren gestricktes Gewebe. Dieses sorgt an den gewünschten Stellen für Atmungsaktivität und Flexibilität und an den benötigten Stellen für Halt und Stabilität. Andere Hersteller setzten schon länger auf diese Art von Obermaterial. Im Vergleich zu Nike oder Adidas ist das gestrickte Obermaterial von Brooks jedoch deutlich starrer, was in meinen Augen aber kein Nachteil ist.

Passform

Die Passform erinnert mich etwas an die des Brooks Launch. Wie in anderen Brooks Modellen und Schuhen der Hersteller Adidas und Nike habe ich auch im Levitate Größe 42,5. Die Zehenbox fällt in meinen Augen relativ schmal und niedrig aus, was aufgrund des flexiblen Obermaterials aber kein Problem darstellt. Die Fersenkappe bietet sehr viel Stabilität, ist dabei leider aber auch sehr schwer und voluminös. Trotz des gestrickten Obermaterials sitzt der Fuß sehr stabil auf der Zwischensohle. Kein herumschlappen, wie ich das schon bei anderen Marken und Modellen erlebt habe. Im Allgemeinen würde ich die Passform dieses Schuhs als sehr gut bewerten.

Außensohle

Die pfeilförmige Konstruktion der Außensohle ist ebenfalls eine Besonderheit des Brooks Levitate. Diese soll dem Druckanstieg beim Laufen folgen und somit ein schnelles und dynamisches Abrollverhalten gewährleisten.

Laufgefühl

Das Laufgefühl des Brooks Levitate hat mich durchaus überzeugt. Die Dämpfung ist komfortabel, doch keinesfalls zu weich, sodass der Schuh sich auch problemlos für höhere Geschwindigkeiten eignet. Für einen Wettkampf würde ich den Schuh jedoch nicht empfehlen, da das Gewicht des Levitate relativ hoch ist. Vor allem im Bereich der Fersenkappe wurde sehr viel Material verwendet, was den Schuh sehr schwer macht. Eine höhere Energierückgewinnung der angepriesenen DNA-AMP-Zwischensohle konnte ich allerdings nicht feststellen. Vielleicht besitze ich einfach nicht das notwendige Feingefühl um diesen feinen Unterschied zu spüren. Für mich fühlt sich der Schuh sehr gut an, wenn ich darin Laufe. Und das ist für mich das ausschlaggebende Kriterium bei einem Laufschuh. Die Traktion lässt auf nassem und laubigem Untergrund allerdings etwas zu wünschen übrig.

Fazit

Wer bereit ist den relativ hohen Preis von 170,- zu bezahlen, der erhält mit dem Brooks Levitate einen stylischen Laufschuh, mit hervorragenden Laufeigenschaften. Außer dem Gewicht des Schuhs und der Traktion auf nassem Untergrund, habe ich am Levitate absolut nichts zu bemängeln.

Der Laufschuh wurde mir von Brooks kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

 

Brooks Glycerin 15 – das ist neu

 

Der Brooks Glycerin 15, ist seit Juni 2017 im Handel. Die Glycerin- Reihe ist das neutrale Premium Modell von Brooks. In diesem kleinen Bericht erfährst du, welche Neuerungen der Glycerin 15 mit sich bringt und was diesen Schuh so besonders macht.

Ich mache kein großes Geheimnis daraus, dass ich ein absoluter Fan des Brooks Glycerin bin! Der Glycerin 15, ist bereits mein 7. Paar dieser Serie. Als ich von dem neuen Modell erfuhr, kam ich nicht umher, mir den Schuh unverzüglich zu bestellen und genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fakten Check

  • Schuhtyp: Neutral
  • Gewicht: 300 Gramm
  • Sprengung: 10 mm
  • Dämpfung: weich
  • Einsatzbereich: universal

Das ist neu

Wirkliche große Neuerungen stecken nicht im Brooks Glycerin 15… und das ist auch gut so! Der Glycerin ist ein genialer Schuh und hat es nicht nötig, neu erfunden zu werden.

Die wohl größte Veränderung steckt in der Außensohle des Schuhs. Genauer gesagt in den Flexkerben, die beim Glycerin 15 deutlich tiefer sind als bei seinem Vorgängermodell. Wie der Name schon sagt, verleihen Flexkerben dem Laufschuh die nötige Flexibilität und sorgen für ein dynamisches Abrollverhalten.

Im Bereich des großen Zehs wurde die Flexibilität etwas eingeschränkt, was dazu führt, dass dieser beim Abrollvorgang weniger belastet wird. Das ist in meinen Augen eine wirklich tolle Innovation!

Das Obermaterial des Glycerins wird durch ein innovatives Siebdruckverfahren hergestellt. Das sogenannte Air Mesh umschließt den Fuß sehr angenehm. Es sorgt für eine wirklich gute Stabilität und schmiegt sich sanft um den Fuß, ohne zu drücken. Die Atmungsaktivität dieses Materials ist ebenfalls sehr gut!

Bei der Zwischensohle setzt Brooks, wie auch schon bei den Vorgängermodellen, auf die Super-DNA Technologie. Jaja schon klar, das ist zwar keine Neuerung, jedoch fühlt sich der Schuh deutlich weicher an, als sein Vorgänger. Man hat ein Gefühl als würde man auf Wölkchen laufen, das ist mit ein Grund dafür, warum ich diesen Schuh so liebe!

Am Design hat sich ebenfalls einiges geändert. Der Brooks Glycerin 15 wirkt in meinen Augen deutlich schnittiger als der Glycerin 14. Das liegt vor allem daran, dass das Mittelelement, das bei den Vorgängermodellen auf das Obermaterial aufgenäht war, entfernt wurde. Das macht den Schuh in meinen Augen deutlich schicker, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Eine weiter kleine, aber sehr angenehme Veränderung liegt in der Fersenkappe. Diese ist deutlich weicher gepolstert und macht den Schuh noch komfortabler! Man möchte den Glycerin nach dem Lauf am liebsten einfach anbehalten.

Darum liebe ich den Glycerin

Der Brooks Glycerin war eine Liebe auf den ersten Schritt! Seitdem ich den Schuh vor 3 Jahren zum ersten Mal gelaufen bin, ist er mein absoluter Favorit! Es ist dieses oberweiche Laufgefühl und das dynamische Abrollverhalten, was ich an dem Schuh so liebe!

Aber auch die universelle Einsetzbarkeit des Glycerins sucht seines Gleichen. Der Schuh kommt so gut wie mit jedem Untergrund klar. Ob Asphalt, Kies, Trails oder Schnee, ich trage den Schuh überall! Wenn ich mich für einen Schuh entscheiden müsste, den ich mit auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, dann wäre das definitiv der Brooks Glycerin!

Mein Fazit

Der Brooks Glycerin 15 ist ein gelungenes kleines Update, welches sein Wesen nicht grundlegend verändert. Es wurde vorsichtig an ein paar kleinen Stellschrauben gedreht, sodass sich der Schuh nun noch weicher und noch flexibler anfühlt! Zwar ist der Schuh mit einer UVP von 169,90 € nicht gerade ein Schnäppchen, doch in meinen Augen lohnt sich der Kauf aufgrund der hohen Lebensdauer und der Vielseitigkeit auf alle Fälle!

Den günstigsten Preis findest du hier.

Laufausrüstung – das brauchst du wirklich

Was gehört wirklich zu einer ordentlichen Laufausrüstung? Es gibt Dinge die braucht man als Läufer und es gibt Dinge auf die man gut und gerne verzichten kann! Eine Sache steht für mich jedenfalls fest: Laufen kann auch ein ganz schön teures Hobby sein! Damit ihr euer Geld nicht unnötig zum Fenster hinauswerft, habe ich in diesem Beitrag, die meiner Meinung nach wichtigsten Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen, die jeder Läufer besitzen sollte.

Laufschuhe

Wenn ich mich festlegen müsste, welcher Ausrüstungsgegenstand der Wichtigste beim Laufen ist, dann würde ich mich wohl für den Laufschuh entscheiden. Ein Paar gute Laufschuhe gehören in das Regal eines jeden Läufers! Es spielt dabei absolut keine Rolle ob es sich um einen Vollprofi, oder einen blutigen Anfänger handelt. Gerade wenn man als Beginner mit dem Laufen anfangen möchte, sollte man auf keinen Fall den Fehler machen und die eingestaubten Turnschuhe aus der Kiste vom Dachboden ausgraben. Wenn man bedenkt, dass bei jedem Schritt die Gelenke mit dem 2 – 3-fachen des eigenen Körpergewichts belastet werden, wird schnell klar wie wichtig gute Laufschuhe sind. Ein Laufschuh der nicht zum eigenen Laufstil passt, kann langwierige Verletzungen verursachen. Vor allem als Laufeinsteiger sollte man sich deshalb beim Laufschuhkauf in einem Fachgeschäft beraten lassen. Dort bekommt man oft zusätzlich eine kostenlose Laufanalyse, um  genau festzustellen ob man einen neutralen oder einen gestützten Laufschuh benötigt. Zwar sind die Schuhe im Internet meistens deutlich billiger, doch man kann sich nie genau sicher sein, ob der Schuh dann auch wirklich der Richtige für einen ist. Anders sieht es natürlich aus, wenn man bereits genau weiß, welches Modell man benötigt und die alten Treter einfach durch ein paar Neue ersetzen möchte. Apropos alte Treter… Im Durchschnitt halten ein paar Laufschuhe rund 600 Kilometer, jedoch kann man das so genau nie sagen… Die Lebensdauer eines Laufschuhs hängt stark von den Faktoren Untergrund, Gewicht und Laufstil ab. Ich kenne Läufer, die ihre Laufschuhe über 1.000 Kilometer tragen, also bis zum bitteren Ende. So lange sind meine Laufschuhe allerdings nie im Einsatz, denn Dämpfung und Passform nehmen mit steigendem Alter erheblich ab, was eine höhere Belastung für die Gelenke bedeutet! Welchen Unterschied ein neues Paar Laufschuhe ausmacht, kann jeder ganz einfach selbst testen: Man nehme ein Paar Laufschuhe, welches bereits 400 Kilometer gelaufen wurde und vergleicht diese mit einem neuen Paar (natürlich das gleiche Modell). Der Unterschied ist einfach gravierend! Man hat das Gefühl ein völlig anderes Schuhmodell zu tragen! Deshalb ersetze ich meine alten Laufschuhe lieber etwas zu früh, als zu spät. Damit die Zehen beim Laufen nicht vorne anstoßen, sollte man Laufschuhe immer eine halbe bis eine Nummer größer kaufen, sonst kann das schnell sehr schmerzhaft werden! Der beste Zeitpunkt um Laufschuhe zu kaufen, ist übrigends am Abend, denn die Füße schwellen über Tag an und sind abends etwas größer als morgens.

Laufsocken

Auch der beste Schuh nützt relativ wenig, wenn die Socke rutscht oder drückt. Laufsocken bilden das Bindeglied zwischen Fuß und Schuh und sind für mich nicht mehr wegzudenken. Nach zahlreichen blutigen Fersen und Riesenblasen, habe ich Baumwollsocken und Co. endgültig aus meinem Läuferrepertoire verbannt. Diese perfekt auf den Fuß zugeschnittenen, nahtfreien und mit Polster ausgestatteten Fußüberzüge, möchte ich nicht mehr missen. Die hohe Passgenauigkeit sorgt dafür, dass der Fuß nicht in der Socke umherrutscht und verhindert zudem Druckstellen. Das Risiko, sich eine Blase zu laufen, ist mit den richtigen Laufsocken um ein Vielfaches geringer! Natürlich ist mir bewusst, dass man auch in normalen Socken mitunter sehr gut laufen kann, doch komfortabler lebt es sich definitiv mit Laufsocken! Vor allem wer regelmäßig läuft, sollte darauf achten, seine Füße in Ordnung zu halten, denn Fußprobleme können einem so richtig das Training versauen! Ohne Laufsocken, ohne mich!

Funktionsunterwäsche

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Das ist zum Beispiel bei Funktionsunterwäsche der Fall. Von außen nicht erkennbar und deutlich günstiger als ein Paar Laufschuhe, macht diese dünne Schicht aus Funktionsfaser einen riesigen Unterschied. Schon mehr als einmal musste ich schmerzhaft feststellen, dass handelsübliche Boxershorts keine perfekte Lösung darstellen. Vor allem bei längeren Distanzen kann falsche Unterwäsche sehr unangenehm werden. So unangenehm, dass ich einmal sogar einen Lauf abbrechen musste, weil die Naht meiner Shorts meine Innenschenkel blutig gescheuert hatte. Richtig schlimm wird es dann später unter der Dusche, wenn Wasser an die wunden Stellen kommt.

Doch Funktionsunterwäsche hat nicht nur den Zweck Reibung zu vermeiden, sie dient auch dem Abtransport von Schweiß. Dabei soll der Schweiß jedoch nicht gänzlich nach außen weitergeleitet werden. Schweiß besitzt nämlich die wichtige Aufgabe, den Körper zu kühlen und ihn vor dem Überhitzen zu schützen. Ein kleiner Schweißfilm auf der Haut ist also durchaus erwünscht.

Wer auf Funktionsunterwäsche verzichten möchte, dem empfehle ich sogenannte 2 in 1 Shorts. Das sind Laufshorts, mit einer eingearbeiteten Kompressionstight, welche die gleichen Funktionen wie Funktionsunterwäsche erfüllt.

Laufhosen

Auch wenn es im ersten Moment so klingen mag, ist die sogenannte Jogginghose zum Laufen völlig ungeeignet. Diese besteht nämlich in der Regel aus Baumwolle und diese saugt sich gerne mit Schweiß voll. Auch der eher lockere Schnitt ist zum Laufen eher kontraproduktiv. Es dauert nicht sehr lange, bis man sich in den Dingern die Innenschenkel wund gescheuert hat! Besser geeignet, obwohl meiner Meinung nach optisch eine Katastrophe sind spezielle Lauftights. Sie schmiegen sich um die Beine wie eine zweite Haut und verhindern dadurch, dass man sich darin wundscheuert. Für den Winter gibt es extra Modelle, die aus etwas dickerem Material gefertigt sind. Für den Sommer bevorzuge ich persönlich Shorts, die sehen einfach besser aus, aber Aussehen ist ja bekanntlich Geschmackssache! Damit man sich keinen Wolf läuft, tendiere ich auch hier zu der bereits erwähnten 2 in 1 Short.

Laufshirt

Ein Laufshirt ist mehr als nur ein Shirt das man beim Laufen trägt, denn es erfüllt viele wichtige Aufgaben. Nicht jedes Shirt ist gleichermaßen gut zum Laufen geeignet. Baumwollshirts zum Beispiel saugen sich schnell mit Schweiß voll und können sehr unangenehm am Körper scheuern. Bei windigen Wetterverhältnissen kann es in einem vollgeschwitzten Baumwollshirt schnell kühl werden und man riskiert eine Erkältung. Spezielle Laufshirts bestehen idealerweise aus atmungsaktiven Funktionsmaterialien, die den Schweiß nach außen transportieren. Im Gegensatz zu Laufschuhen können Laufshirts ruhig etwas enger anliegen, dadurch kann der Schweiß besser absorbiert werden.

Ein kurzes Laufshirt für den Sommer und ein langärmliges Laufshirt für kühlere Temperaturen gehören in jeden Läuferschrank! Im Winter kann man sehr gut mehrere Laufshirts übereinander kombinieren. Durch dieses sogenannte Zwiebelprinzip erwärmt sich die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten und man bleibt auch bei frostigen Bedingungen mollig warm.

Laufjacke

Laufjacken gibt es in allen erdenklichen Variationen. Zur Pflichtausrüstung gehört meiner Meinung nach eine leichte wasserfeste Ausführung, die man bei leichtem Regen über das Shirt ziehen kann. Wichtig beim Kauf einer Laufjacke ist, dass man sie nicht zu eng kauft, da man in der Regel mindestens eine oder zwei Schichten darunter trägt.

Mütze und Handschuhe

Jeder der sich nach einem Lauf bei eisigen Temperaturen schon einmal versucht hat, die Hände mit heißem Wasser zu erwärmen, der weiß, dass man im Winter besser Handschuhe tragen sollte. Auch die Tatsache, dass beim Laufen die meiste Wärme über den Kopf und die Finger verloren geht, unterstreicht die Wichtigkeit von Mütze und Handschuhen. Wie bei eigentlich allen Kleidungsstücken, die man beim Laufen trägt, sollte auch hier Wert auf Funktionsmaterialien gelegt werden. Eine stinknormale Wollmütze mag zwar im ersten Moment schön warm halten, doch spätestens nach einigen Kilometern wird sie sich mit Schweiß vollsaugen und das Gegenteil tritt ein.

GPS Uhr

Ob eine GPS Uhr wirklich zur Laufausrüstung eines Läufers gehört? – nun da streiten sich die Geister. Ich jedenfalls möchte nicht mehr auf diese technische Errungenschaft verzichten. Es erleichtert die Trainingsüberwachung ungemein, denn man erhält nach jedem Lauf detaillierte Informationen zur Trainingseinheit. Wenn man die Daten anschließend mit dem Internet synchronisiert, erhält man eine schöne Übersicht, was das Führen eines Trainingstagebuches fast überflüssig macht. Einen Pulsmesser haben die meisten GPS Uhren ebenfalls mit an Bord. Einige Modelle benötigen nicht einmal mehr einen Brustgurt zur Herzfrequenzmessung, da sie einen optischen Herzfrequenzsensor im Gehäuse integriert haben. Allerdings sind diese bei weitem nicht so genau wie ein Brustgurt. Ein Einsteigermodel bekommt man heute schon für gut 100 Euro, für ein Highend Gerät kann man auch schon mal bis zu 900 Euro hinblättern.

Stirnlampe

Für all die Verrückten (wie ich), die auch im Dunkeln die Füße nicht still halten können, ist eine Stirnlampe eine sinnvolle Investition. Vor allem im Winter, wenn es schon sehr früh dunkel wird, bin ich oft mit Stirnlampe unterwegs. Ich habe mir da ein echt krasses Teil angeschafft, das so manchem Autoscheinwerfer Konkurrenz machen könnte. Nicht selten bekomme ich deshalb Lichthupe, weil ich damit Autofahrer blende. Aber ich werde lieber gesehen, als überfahren! Auch hier sind die Preisunterschiede sehr groß. Ein günstiges Model bekommt man schon für 20,- €, was für Läufe auf nicht allzu gut ausgeleuchteten Straßen völlig ausreichend ist. Wer allerdings auf unbeleuchteten Strecken unterwegs ist, sollte meiner Meinung nach in ein besseres Model investieren. Für einen Preis zwischen 50 und 100 Euro, bekommt man etwas Vernünftiges. Ebenfalls sinnvoll um im Dunkeln besser gesehen zu werden, sind LED Clips, die man an der Kleidung befestigen kann.

An was man sonst noch denken sollte!

  • Taschentücher (sollte man für die dringenden Fälle immer dabei haben)
  • Haustür- oder Autoschlüssel (schön öfter vergessen, ganz schön ärgerlich)
  • Smartphone (um im Notfall Hilfe zu rufen)
  • Vaseline (gegen Wundlaufen)
  • Sonnenmilch (Schützt vor gefährlichen UV Strahlen)

Eine Übersicht, wie viel Geld dich eine komplette Ausrüstung kosten kann, findest du hier.

 

 

Adidas Ultra Boost – top oder Flop?

Wenn ich ehrlich bin, hielt ich in der Vergangenheit nie viel von Adidas Laufschuhen. Andere Hersteller haben mir einfach mehr zugesagt. Doch damit ist nun vielleicht Schluss! Ist der Adidas Ultra Boost der Beginn einer wundervollen Lovestory? Lasst es uns gemeinsam herausfinden! 

Es gibt viele Dinge die ich an dem Adidas Ultra Boost mag, allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte.

Normalerweise kaufe ich einen Laufschuh nicht einfach so. Mittlerweile informiere ich mich vor dem Kauf sehr genau über den Schuh. Nicht so beim Ultra Boost, das war mehr so eine Bauchentscheidung. Der Schuh gefiel mir einfach super gut, deswegen habe ich ihn gekauft.

Doch erst mal die wichtigsten Fakten rund um den Ultra Boost:

  • Schuhtyp: Neutral
  • Sprengung: 10 mm
  • Gewicht: 304 Gramm (Größe 42 2/3)
  • Zwischensohle aus boost™Material
  • Continental Außensohle

Auf den ersten Blick sticht mit Sicherheit die dicke Zwischensohle ins Auge. Diese besteht zu 100 Prozent aus boost™ Material. Die Vorteile des Materials liegen in der höheren Temperaturbeständigkeit und einer verbesserten Energierückgewinnung. Inwiefern die Energierückgewinnung nun besser ist als bei anderen Materialien kann ich nicht beurteilen. Dafür fehlt mir vermutlich das nötige Feingefühl 😉 Eines kann ich jedoch sagen: Die Dämpfung des Ultra Boost ist einfach phänomenal! Wenn man den Ultra Boost zum ersten Mal anprobiert, hat man das Gefühl auf Wattebällchen zu laufen. Es fühlt sich einfach toll an in diesen Schuhen zu laufen!

Bei längeren Distanzen habe ich da allerdings so meine Bedenken, was die Stabilität angeht. Diese könnte vor allem auf den letzten Kilometern aufgrund der extrem weichen Dämpfung etwas leiden.

Das Obermaterial besteht aus Primeknit Material, einem extrem dehnbaren Stoff, der dem Flynkit Material von Nike sehr ähnelt. Es passt sich perfekt der Fußform an, ohne unangenehm zu drücken. Allerdings ist das Material relativ dick und die Füße können im Schuh mitunter sehr heiß werden. Weiterhin problematisch könnte auch die Reinigung des Materials sein. Bei schlechtem Wetter und matschigem Untergrund würde ich den Ultra Boost deshalb nicht tragen, denn die feinen Fasern des Primeknit Obermaterials saugen den Schmutz auf wie ein Schwamm.

Um das Primeknit Obermaterial finden sich im Bereich des Mittelfußes und um die Ferse wuchtige Plastikteile. Diese sorgen für mehr Stabilität, machen den Schuh aber auch sehr schwer. Mit 304 Gramm in Schuhgröße 42 2/3,  ist der Adidas Ultra Boost wahrhaftig kein Leichtgewicht, wie man das vielleicht auf den ersten Blick vermutet.

Ein deutlicher Kritikpunkt ist die Außensohle aus Continental Gummi. Sie ist mag zwar sehr flexibel sein und ein dynamisches Abrollverhalten gewährleisten, aber sie ist unglaublich dünn. Vermutlich wird sie nicht allzu viele Kilometer durchhalten. Bei dem wirklich hohen Preis von 180 Euro erwarte ich von einem Laufschuh allerdings etwas mehr Haltbarkeit!

Fazit

Mit einem Preis von 180 Euro ist der Adidas Ultra Boost kein Schnäppchen. Die dünne Außensohle wirkt bei diesem hohen Preis definitiv etwas abschreckend. Der Ultra Boost ist kein Schuh den man sich kaufen sollte, wenn man auf der Suche nach einem solidem Laufschuh für alle Situationen ist. Dennoch finde ich den Ultra Boost ultra cool. Er macht nicht nur im Laufdress eine tolle Figur, sondern sieht auch unter einer Jeans super aus!  Der Ultra Boost ist ein Schuh, den man sich kauft, weil er toll aussieht und sich gut anfühlt. Und das tut er definitiv! Dieser Schuh macht einfach nur Spaß!

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