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Tough Mudder Norddeutschland 2017

Ich schreie laut auf, als ich wieder aus dem eiskalten Wasser auftauche und nach Luft ringe! „Arctic Enema“ hat es faustdick hinter den Ohren! Gepusht von den motivierenden Schreien des Teams, stürzt man sich ein schmales Rohr hinunter und taucht in ein mit Eiswürfeln gefülltes Wasserbecken. Durch den Speed und den rutschigen Boden ist es quasi unmöglich, den Kopf dabei über Wasser zu halten. Falls man es doch schaffen sollte, wartet ein paar Schritte weiter ein Hindernis unter dem man durchtauchen muss.

An einem ganz gewöhnlichen Tag im Mai, erreichte mich plötzlich eine E-Mail von LORÉAL Men Expert. Die E-Mail enthielt eine Anfrage, die mein Sportlerherz direkt höherschlagen ließ! Ich hatte die Möglichkeit, im Team Men Expert, zusammen mit anderen Instagram Influencern am Tough Mudder Rennen in Norddeutschland teilzunehmen! Ich war sofort Feuer und Flamme! Ein Hindernislauf stand sowieso noch auf meiner To-Do-Liste und dann auch noch für so eine coole Marke wie LORÉAL Men Expert! Ohne auch nur eine Sekunde lang zu zögern willigte ich begeistert ein!

Zur Vorbereitung auf den Tough Mudder stellte LORÉAL Men Expert zusammen mit Original Bootcamp in insgesamt 15 Deutschen Städten Bootcamps auf die Beine, um sich optimal auf den Tough Mudder vorzubereiten zu können. Über die Seite von LORÉAL Men Expert konnte man sich für einen Platz in einem Bootcamp seiner Wahl bewerben und mit etwas Glück 4 Wochen lang gratis dort trainieren! Ich hatte aufgrund einer sehr langwierigen Verletzung das Pech, an keinem der Bootcamps teilnehmen zu können. Meine Vorbereitung war also mehr als nur spartanisch. 3 Monate lang hatte ich vor dem Tough Mudder so gut wie absolut keinen Sport gemacht. Die Teilnahme war bis auf wenige Tage vor dem Rennen noch ein großes Fragezeichen!

Am Freitag, dem 14. Juli, saß ich dann im völlig überfüllten Zug in Richtung Norden. Nach 6 stündiger Fahrt ohne Klima und Wlan, kam ich dann endlich in Hamburg an! Dort machte ich mich direkt auf den Weg zum 2 km entfernten Hotel. Mit der einen Hand den Trolli im Schlepptau und der anderen Hand am Hosenbund, weil ich meinen Gürtel vergessen hatte.

Im „The George Hotel“, in welchem L’Oréal Men Expert freundlicherweise Zimmer für uns reserviert hatte, konnte ich direkt einchecken. Die modernen und komfortablen Zimmer im britischen Stil gefielen mir super gut. Sitzkissen mit britischer Flagge, prachtvolle Tapeten und eine gemütliche, indirekte Beleuchtung, machten die Atmosphäre wirklich sehr angenehm. Nach so einer langen Zugfahrt fühlte ich mich richtig eklig und matschig und sprang direkt unter die große Dusche! Frisch geduscht und gestylt, machte ich mich anschließend auf den Weg zur Hotelbar. Dort saßen bereits Sabrina und Gaétan von L’Oréal, zu denen ich mich mit einer schönen Tasse Kaffee gesellte. Nach und nach trafen dann auch die anderen Männer vom Team Men Expert ein.

Wir alle wissen, dass ein hungriges Team keine Leistung bringen kann, deshalb spendierte uns L’Oréal Men Expert am Abend noch ein Dinner im Barefood Deli! Okay der Cheesburger mit Fries, den ich mir bestellte, war nicht unbedingt das, was man eine optimale Wettkampfmahlzeit nennen konnte. Da nach dem Cheeseburger sowieso bereits alles verloren war, gönnte ich mir zum Abschluss noch einen Cheesecake. Und da wir nun schonmal dabei waren, gönnte sich das Team Men Expert nach diesem köstlichen Dinner noch ein paar gekühlte Sportlergetänke an der Hotelbar.

Nach einer angenehmen und ruhigen Nacht, im gemütlichen Bett des „The George Hotels“ trafen wir uns am Samstagmorgen gemeinsam zum Frühstück. Ich hätte das Frühstücksbuffet gerne ausgiebiger genutzt, doch mit vollem Bauch läuft es sich leider nicht so gut! Deshalb beließ ich es bei einem Brötchen mit Pute und Käse und einem Frühstückshörnchen.

Im extra für das Team Men Expert gecharterten Bus, ging es anschließend los, zum 100 Kilometer entfernten Hermannsburg, wo der Tough Mudder stattfinden würde. Während der Busfahrt kam ich mir irgendwie vor wie bei einer Klassenfahrt, in einem Bus voller pubertierender Jugendlicher. Die Stimmung war prima und Gerüchten zur Folge, wurde auf der Hinfahrt schon die ein oder andere Hopfenkaltschale verzehrt.

Als wir den Austragungsort erreichten, war dort schon so einiges los. Das was ich dort sah, hatte absolut nichts mit den Wettkämpfen gemeinsam, die ich aus der Vergangenheit kannte. Ich fühlte mich mehr wie auf einem Open-Air-Festival, als auf einer Sportveranstaltung. Das Einzige was noch fehlte, waren Männer mit Fässern auf dem Rücken, die die Festivalbesucher mit Bier versorgten. Überall waren gut gelaunte Menschen in den aberwitzigsten Kostümen zu sehen. Die Krönung war aber eine Gruppe, die sich als Nikoläuse verkleidet hatte und einen Weihnachtsbaum auf einem Podest trugen und damit sogar an den Start gingen! Ich war total begeistert von der vorherrschenden total verrückten aber freundlichen Atmosphäre, sodass ich auf einmal richtig Bock auf dieses Event hatte!

Im Startbereich wurde die Stimmung durch ein gemeinsames Aufwärmprogramm nochmal so richtig aufgeheizt! Und jetzt alle zusammen: „Wer nicht hüpft der ist kein Mudder hey hey… Wer nicht hüpft der ist kein Mudder hey hey…“

Kurz bevor es dann wirklich los ging musste sich das gesamte Teilnehmerfeld noch einmal hinknien und folgendes Gelöbnis abgeben:

Als Tough Mudder gelobe ich, dass…

…ich weiß, dass Tough Mudder kein Rennen ist, sondern eine Herausforderung.

…ich Teamwork und Teamgeist Vorrang vor meiner Streckenzeit gebe.

…ich nicht jammern werde – Jammern ist was für Kinder!

…ich meinen Mudder-Kameraden helfen werde, die Strecke zu bewältigen.

…ich alle Ängste überwinden werde.

Dann ging es endlich los! Bewaffnet mit einer Rauchfahne, stürmten wir den Parkour, als würde es kein Morgen geben. Wuhuuu, aus dem Weg, hier kommt Team Men Expert!

Die Strecke führte auf einem schmalen Pfad, durch einen dichten Wald. Überall lagen Äste und aus dem Boden ragten Wurzeln, über die man springen musste. Die ersten beiden Hindernisse waren ein Kinderspiel! Ein paar Strohballen über die man klettern musste und eine Grube, die leider schon ausgetrocknet war, waren keine wirkliche Herausforderung für uns. Doch dann kam „KISS OF MUD 2.0“! Es bestand aus einem Geflecht aus Stacheldraht unter dem man hindurchkriechen musste, genau wie beim Militär. Da dies jedoch der Tough Mudder war, war der Boden eine einzige Matschgrube und als ob das nicht schon genug wäre, befand sich in der Mitte ein Wasser-, oder besser gesagt ein Schlammgraben, über den man aufgrund des Stacheldrahts, nicht einfach drüber klettern konnte! Es hat mich so einiges an Überwindung gekostet, mich zum ersten Mal in den nicht gerade angenehm duftenden Schlamm zu werfen!

Meine anfänglichen Bedenken, dass ich den Lauf nicht schaffen würde, erwiesen sich recht schnell als unbegründet. Meine Schmerzen waren wie weggefegt. Vermutlich war der Schlamm mit seinen heilenden Eigenschaften dafür verantwortlich 😉 ,oder aber die Tatsache, dass ich die Woche vor dem Tough Mudder mal komplett auf mein Krafttraining verzichtete. Egal was es auch war, Culli is Back und ich war einfach nur glücklich, sodass ich das ganze Rennen über ein breites Grinsen auf meinen Lippen hatte. Der Tag war einfach nur perfekt!

Ehrlich gesagt, kann ich mich gar nicht mehr an alle Hindernisse erinnern, von der Reihenfolge ganz zu schweigen. Einen Streckenplan konnte ich leider auch nirgendwo finden, deswegen kann ich leider nur auf die Hindernisse eingehen, die in meinem Gedächtnis hängen gelblieben sind. Alles andere war sowieso Kindergarten…

„Arctic Enema“ kennt ihr ja bereits vom Anfang des Beitrags, das war für mich definitiv die größte Herausforderung! Ich bin nämlich, wenn ich ganz ehrlich bin ein kleiner Warmduscher. Kaltes Wasser ist gar nicht so mein Ding, von Eiswasser ganz zu schweigen. Doch wenn alle Anderen sich furchtlos in die eisigen Fluten stürzen, möchte man ja nicht wie eine Lusche dastehen, also ab ins kalte Nass!

Zwischendurch gab es immer mal ein paar Wände über die man klettern musste, oder Matschgruben die man durchqueren musste. Was mir an diesem Event wirklich toll gefiel, war der enorme Teamgeist. Und zwar nicht nur innerhalb unseres Teams, sondern insgesamt. Bei diesem Lauf ging es nicht darum, eine möglichst schnelle Zeit auf die Bahn zu legen, sondern um Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und maximalen Spaß. Jeder half hier jedem und nach einem Hindernis wartete man noch eine Weile um anderen Sportlern darüber zu helfen, statt sofort weiter zu laufen. Für mich war das eine ganz neue Erfahrung, denn bei meinen Marathons hatte ich immer nur die Uhr im Blick. Jede Sekunde zählte und man war vom Start bis ins Ziel am absoluten Limit. Das war hier nicht der Fall und das war auch schön so!

Ein weiteres fieses Hindernis war das „Block Ness Monster“. Es bestand aus zwei großen Rollen, die sich zur Hälfte unter Wasser befanden. Um darüber zu gelangen war Teamwork erforderlich! Während sich eine Gruppe an der Kante der Rolle festhielt, musste die Gruppe dahinter, die sich im Wasser befand, an der Rolle drehen, damit die vordere Gruppe kopfüber ins nächste Wasserbecken gekippt wurde. Für mich war dieses Hindernis sehr unangenehm, denn aufgrund meiner geringen Körpergröße, konnte ich in dem Wasserbecken nicht stehen, ohne mit dem Kopf unterzutauchen. Ich musste mich also durch Schwimmbewegungen über Wasser halten und konnte deshalb unmöglich an der Rolle drehen!

Ich kann in diesem Artikel leider nicht auf alle Hindernisse eingehen, sonst würde vermutlich keine Sau den Text bis zum bitteren Ende lesen! Deshalb mache ich jetzt mal einen großen Sprung bis zum „Everest 2.0“, dem vorletzten Hindernis auf dem Parkour. Ihr könnt euch dieses Hindernis wie eine Halfpipe vorstellen, wie man sie auch vom Skateboarden kennt. Dadurch, dass der Belag mit Matsch verschmiert ist, ist es quasi unmöglich ohne fremde Hilfe dort hinauf zu kommen! Als ich an der Reihe war, sprintete ich mit Volldampf auf das Hindernis zu! Etwa in der Mitte verlor ich den Halt und verpasste die helfenden Hände, die oben warteten knapp und landete auf der Nase. Wie ein nasser Sack rutschte ich wieder herunter. Beim zweiten Versuch klappe es dann zum Glück und ich wurde an Händen und Füßen über die Kante gezogen!

Wir waren nun bereits seit mehr als 4 Stunden auf dem Kurs und ehrlich gesagt war ich froh, als wir das letzte Hindernis erreichten. Die Kleidung war nass und total voller Schlamm und so langsam wurde mir auch kalt. Doch bevor es über die Ziellinie ging, wurde es nochmal so richtig heftig! „Electroshock Therapy“ hieß der letzte Kollege. Er bestand aus einem Dach, von dem zahlreiche Fäden hingen, die unter Strom standen. Menschen mit Herzschrittmachern, wurde davon abgeraten dieses Hindernis zu durchqueren! Bevor ich loslief, hätte ich mir nie vorstellen können, dass das Ding sooo krass unter Strom steht. Es war nicht einfach nur ein zwicken, es war mehr so ein Gefühl von in die Steckdose greifen! Eine echt fiese Sache sage ich euch!

Doch dann hatten wir es endlich geschafft! Im Ziel erhielten wir unser orangenfarbenes Stirnband und unser lang erwartetes Finisher-Bier, welches nach vier Stunden und 16 Minuten wirklich vorzüglich schmeckte! Leider blieb keine Zeit mehr, die super Atmosphäre auf dem Gelände zu genießen, denn unser Bus wartete schon auf uns.

Genau wie alles andere auf dem Tough Mudder, waren auch die Duschen alles andere als wohltuend. Ich hatte die Vermutung, dass sie das Wasser dafür, aus dem „Arctic Enemy 2.0“ abpumpten. Wirklich sauber war danach keiner von uns, denn der Schlamm war echt hartnäckig!

Nach einer stimmungsvollen Busfahrt und einigen weiteren Finisher-Bieren, kamen wir wieder an unserem Hotel an, wo es dann Abschied nehmen hieß. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und ich bin schon ein wenig stolz darauf, in einem so coolen Team starten zu dürfen! Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und ich bin mir sicher, dass ich den Einen oder Anderen irgendwann mal wieder treffen werde. Team Men Expert, ihr seid die Geilsten!

Ein fettes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle selbstverständlich auch noch auch noch an unseren Sponsor L’Oréal aussprechen, durch den das Alles erst möglich wurde! Alles war bis ins kleinste Detail geplant und verlief wirklich reibungslos. Auch der PR Agentur Reichert + Communications, die mich im Auftrag von L’Oréal für dieses Event ausgewählt hatte, gebührt ein großes Dankeschön! Ich hoffe wir werden in Zukunft noch das ein oder andere Projekt zusammen starten!

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