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Trainingscamp in Brixen – unsere Vorbereitung auf den GORE-TEX Transalpine-RUN2

Ein Wochenende voller Sonne, Trails und jede Menge nützlichem Input liegt hinter mir. Zugegeben, dieses Wochenende war alles andere als entspannend. Insgesamt 20 Stunden An – und Abreise inklusive ein Nachtlauf um halb 4, und das alles in einem Wochenende… Doch die frische Bergluft in meinen Lungen, die atemberaubende Aussicht und Tipps von den Profis Daniel Jung und Philipp Reiter, entschädigten diese Strapazen allemal!

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Alles begann mit einer Nachricht von Daniel im April: „Meister, haste Bock den mit mir zu laufen?“ Gemeint war der GORE-TEX RUN2, der im Rahmen des GORE-TEX Transalpine-Runs im September stattfinden wird. Wie der Name schon sagt, müssen beim RUN2, die ersten beiden Etappen des Transalpine-Runs absolviert werden. Um genau zu sein, bedeutet das: 71,3 Kilometer inklusive 4.094 Meter im Aufstieg während der zwei Tage. Holly S**t!!! Gelaufen wir dabei im 2er Team, nur wer als Team die Ziellinie überquert wird gewertet!  

Um so einen Lauf zu meistern bedarf es einer guten Vorbereitung. Einer sehr guten Vorbereitung! Aus diesem Grund veranstaltete GORE-TEX am vergangenen Wochenende ein Trainingscamp in Brixen (Südtirol).

Für mich war es das erste Mal überhaupt, dass ich in den Bergen zum Laufen war. Als ich nach der 10 stündigen Anreise zum ersten Mal die atemberaubende Kulisse unserer Location sah, war ich einfach nur geflasht! Obwohl ich selbst nicht gerade aus dem Flachland komme, sind die Berge in Südtürol, nochmal eine ganz andere Nummer!

Inmitten einer atemberaubenden Berglandschaft, abseits von Hektik und Straßenlärm lag unser Hotel. Von der Terrasse aus hatte man einen fantastischen Ausblick auf die Rosengartengruppe.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gab es erst mal eine kurze Vorstellungsrunde. In Englisch… Da mein Englisch nicht wirklich nice ist, war das die erste große Challenge des Tages! Danach folgte eine kleine Einführung in die GORE-TEX Technologie und die Aushändigung der Testprodukte.

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Ein besonderes Highlight, war die GORE-TEX Shakedry Jacke. Mit ihren leichten 100 Gramm und enorm kleinem Packmaß, passt sie perfekt in den Laufrucksack. Zudem ist sie komplett wind und wasserdicht! Dieses Schätzchen nehme ich definitiv mit auf den RUN2!

Nach ein paar Salami- und Käse Snacks, trafen wir uns im Anschluss vor dem Hotel, für einen ersten kleinen gemeinsamen Lauf. Mit Philipp Reiter und Daniel Jung hatten wir 2 absolute Profis am Start, die uns über die gesamten 3 Tage begleiteten würden! Alle Beide haben den GORE-TEX Transalpine Run bereits als Gesamtsieger gefinisht. Bessere Lehrer konnte man sich also kaum wünschen.

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Da die Meisten von uns bereits eine lange Anreise hinter sich hatten, ließen wir es am ersten Tag etwas gemütlicher angehen. Ein Genuß-Lauf über 7 Kilometer war die Ideale Gelegenheit um sich gegenseitig kennen zu lernen und zu schauen, wo man leistungsmäßig steht. Der nächste Lauf über 25 Kilometer würde nicht mehr ganz so gemütlich werden, weshalb wir uns in verschiedene Leistungsgruppen einteilten.

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Als wir nach 1,5 Stunden zurückkamen lag bereits ein angenehmer Barbeque Duft in der Luft. Mir war eigentlich schon vorher klar, dass ich auf diesem “Trainingscamp” bei all den angebotenen Leckereien meine Diät nicht weiterführen könnte. Spätestens beim Frühstücksbuffet am nächsten Tag war es vorbei. Dem Geruch von frisch gebackenen Brötchen kann ich beim besten Willen nicht widerstehen.



Zum Glück stand nach diesem etwas ausgeuferten Frühstück ein längerer Lauf auf dem Plan. Über allerfeinste Trails ging es hoch hinaus, bis auf 2.500 Meter. Man musste wirklich höllisch aufpassen, denn überall ragten Wurzeln aus dem Boden, die zum umknicken einluden. Es dauerte aber nicht lange und ich hatte mich an die anderen Bodenverhältnisse gewöhnt. Kaum fühlte ich mich trittsicher, machte es auch bald BAM und ich lag auf der Nase! Ganze drei Mal hat es mich an diesem Tag sehr unsanft auf den Boden gelegt! Gott sei Dank kam ich mit einem aufgeschürften Ellenbogen und einem blauen Fleck auf dem Allerwertesten davon. Unterwegs legten wir immer mal wieder kurze Pausen ein, in denen Daniel und Philipp uns hilfreiche Tipps gaben. Vor allem beim Bergablaufen gab es vieles zu beachten, was ich noch nicht wusste. Zum Beispiel, dass man sich um zum Bremsen nach hinten lehnen sollte und zum beschleunigen nach vorne. Auch der Fußaufsatz ist extrem wichtig! So sollte man um Verletzungen zu vermeiden, auch auf Bergab-Passagen darauf achten, dass man nicht mit der Ferse zuerst landet. Ebenso gab es auch zum Thema Ernährung ein paar Expertentipps. Zum Beispiel, dass man nicht zu früh damit beginnen sollte süße Nahrung zu sich zu nehmen. Daniels Geheimrezept: gekochte, in Salz eingelegte Kartoffeln, die man ganz einfach im Rucksack verstauen kann und bei langen Wettkämpfen prima als Energielieferant nutzen kann.

Nach 3 Stunden über holprige Trampelpfade und 1.153 Höhenmetern hatten wir unser Zwischenziel, das Restaurant La Finestra, erreicht. Dort gab es erstmal eine ordentliche Portion Spaghetti und zur Nachspeise einen herrlich duftenden Apfelstrudel. Eigentlich war der Plan nach dem Essen weiter zu laufen. Doch erstens kam es anders und zweitens… Ich weiß nicht, ob es von der üppigen Mahlzeit kam, oder dem vorangegangen Lauf… jedenfalls fühlten wir uns alle plötzlich sehr träge und beschlossen deshalb gemütlich zum nahegelegenen Hotel zurückzugehen, statt zu laufen. Mental Coach Hannes Mur gab uns unterwegs noch eine kleine Meditationsstunde.

Nach einer Runde Stretching und Round Table mit GORE-TEX Athlet Daniel Jung ging es dann relativ zügig in die Heia, denn am nächsten Morgen wartete zum Abschluss noch ein ganz besonderes Schmankerl auf uns.

BIEP BIEP BIEP… um 3 Uhr in der Früh riss uns der Wecker aus der Tiefschlafphase. What the hell?! Eine wirklich sehr sehr unangenehme Zeit um aufzustehen! Vor allem eine unangenehme Zeit um einen Berg hinauf zu laufen! Und das machte einem der Körper auch sehr schnell klar. Die erste halbe Stunde war wirklich schlimm! Es fiel mir unheimlich schwer genügend Luft zu bekommen. Auch das Abendessen von vor noch nicht allzu langer Zeit lag mir noch sehr schwer im Bauch! Deshalb war ich auch nicht enttäuscht, dass das Tempo an diesem Morgen eher zürckhaltend war! Es war sehr kalt um diese Uhrzeit in den Bergen, um nicht zu sagen schweinekalt! Kein Spur mehr von der erbarmungslosen Hitze am gestrigen Mittag…

(c) Philipp Reiter

Solange man in Bewegung war, ging das auch. Blieben wir allerdings kurz stehen um Fotos zu machen, oder um auf die Anderen zu warten, wurde es schnell richtig unangenehm! Je höher wir kamen desto unangenehmer wurde der kalte Wind. Der Himmel war bewölkt und unser Plan den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu genießen somit hinfällig. Trotzdem machten wir weiter, den Gipfel fest im Blick! Um 05:15 hatten wir unser Ziel erreicht und ich war wirklich heilfroh, endlich oben zu sein! Nach ein paar Beweisfotos auf dem Gipfel ging es zügig wieder bergab um die sehnsüchtig erwartete heiße Dusche zu betreten und sich im Anschluss den Teller randvoll am Buffet zu beladen und die lange Heimreise anzutreten.

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Es war ein wunderschönes Wochenende mit zahlreichen neuen Erkenntnissen und vielen netten und interessanten Menschen, die ich kennenlernen durfte! Ein ganz besonderes Dankeschön geht an GORE-TEX, die mir diese tolle Zeit ermöglicht haben und an Daniel Klarkowski vom Sports Insider Magazin, ohne den ich ebenfalls nicht in den Genuss dieser Erfahrung gekommen wäre.

Nächster Stopp ist der GORE-TEX Transalpine RUN2 an dem Daniel und ich zusammen teilnehmen werden! Das wird ganz bestimmt kein Zuckerschlecken und sicher nicht nur schön! Aber gerade diese Erfahrungen sind es in meinen Augen, an die man später stolz zurückdenkt und sagen kann: Es war hart und anstrengend, aber ich habe es trotzdem bis zum Ende durchgezogen!

 

Woche 51

IMG_20141221_174755Schon wieder eine Woche zu Ende. Da ich am Mittwoch an Heiligabend am Bärenfels-Marathon teilnehmen werde, habe ich diese Woche etwas zurückgeschraubt.  Zwar laufe ich diesen nur aus Spaß, dennoch sollte man so einen Lauf mit ein wenig Respekt angehen. Mit meiner Ernährung war ich diese Woche echt zufrieden, ich konnte sogar die Finger von Mamas leckerem Weihnachtsgebäck lassen, was mir wirklich nicht leicht gefallen ist. Mit dem Heiligabendmarathon bin ich somit gut auf das Fondue, das es bei uns immer traditionell an Heiligabend gibt vorbereitet. Das nennt man dann das schlechte Gewissen im Vorfeld beseitigen ;-).

Nichts desto Trotz, habe ich diese Woche meine zwei schnellen Einheiten absolviert, wobei man schnell besser durch anstrengend ersetzt.

Die 1.000 Meter Intervalle am Mittwoch auf der Bahn waren wirklich absolut katastrophal. Die komplette Sandbahn war eine einzige Wasserpfütze und der Wind arbeitete den ganzen Abend gegen mich. Aber was zählt ist ja die Anstrengung, trotzdem waren die Zeiten deprimierend.

Am Samstag, stand dann noch ein 5.000 Meter Tempolauf auf dem Plan. Dieser war zum Glück nicht ganz so schlimm wie am Dienstag. 17:50 Minuten sind gar nicht so übel für den Winter, wo man ja bekanntermaßen etwas zurückschraubt.

Heute war die letzte Trainingseinheit vorm Bärenfelslauf. Ich habe gestern schon darüber nachgedacht heute gar nicht mehr zu laufen, aber ein Sonntag ohne Laufen…. Deshalb habe ich dann mal nur 21 lockere Kilometer gemacht, ohne mich zu verausgaben und um das Gewissen zu beruhigen. Unterwegs war es ganz schön matschig und auf den Wegen lagen so einige umgestürzte Bäume.

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Auch mein Weihnachtsgeschenk habe ich mir diese Woche schon mal ausgesucht. Da meine Eltern nie wissen, was sie mir schenken sollen, durfte ich mir dieses Jahr selbst was aussuchen. Da ich mich nächstes Jahr sehr wahrscheinlich an Ultradistanzen heranwagen werde, hielt ich einen Laufrucksack für sinnvoll. Bestellt habe ich den Salomon S-Lab ADV SKIN HYDRO SET und die Ulitmate Direction-SJ-ULTRA VEST 2.0. Für einen der Beiden werde ich mich dann an Heiligabend entscheiden. Auf dem Bild, welches nun folgt habe ich schon mal die Ultimate Direction Ultra Vest anprobiert, musste ihn dann allerdings zum Lauf wieder ausziehen :-(.

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Ein letztes langes Läufchen im Jahr 2014

Heute Morgen um 08:30 Uhr, machte ich mich zusammen mit meinem Freund und Trainingspartner Markus, auf zum letzten langen Lauf für dieses Jahr. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn dies war heute nur der letzte längere Trainingslauf. Ein Bonbon hat die Saison 2014 nämlich noch zu bieten und zwar dann, wenn normale Menschen mit ihrer Familie am Weihnachtsbaum sitzen. Nein, dass stimmt auch nicht ganz, dann wenn normale Menschen noch im Bett liegen, oder mit der Familie gemütlich frühstücken. Ist ja auch egal, gemeint ist auf jeden Fall der Heiligabendlauf am Bärenfels, über die gesamte Marathondistanz.

Trainingswissenschaftlich gesehen, vielleicht schon etwas zu spät für etwas „Langes“ vor einem Marathon, aber wir hatten Lust und Heiligabend soll ja sowieso mehr ein Event für die Sinne werden.

Unser Ziel für heute, auf das wir uns vor dem Lauf geeinigt hatten, waren 1.000 Höhenmeter. Da wir mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr am Salomon 4-Trails teilzunehmen, wo über vier Tage hinweg, täglich über 2000 Höhenmeter absolviert werden müssen, sollten uns 1.000 Höhenmeter eigentlich nichts ausmachen.

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Heute war mal wieder so ein Tag, an dem ich nach den ersten Schritten bereits wusste, dass die heutigen Kilometer keinen Spaß machen würden. Gestern hatte ich schon so einen ….Tag, als ich meinen Tempolauf auf der total matschigen Sandbahn mit allergrößter Mühe hinter mich gebracht habe.

Meine Beine waren mal wieder schwer wie Blei, obwohl ich heute Morgen extra schon früh aufgestanden bin, um meinen Faszien mit der Massagerolle etwas Gutes zu tun. Scheinbar um sonst, ich wäre besser etwas länger im Bett geblieben.

Nach den ersten 10 Kilometern, kam ich dann warum auch immer, so langsam in Fahrt. Die Beine wurden leichter und mein Laufstil nicht mehr ganz so Stampfend wie zu Beginn.

Wie immer waren wir auch dieses Mal ohne Frühstück unterwegs, Wasser hatten wir ebenfalls keines dabei. Regenerationstechnisch eine Katastrophe. Wenigstens ein paar Riegel, die ich gestern gebacken habe, sorgten zwischendurch für etwas Energie.IMG_20141214_201407

Unterwegs machten wir noch Bekanntschaft mit einer Rotte von ca. 20 Wildschweinen, die zum Glück eine andere Route als wir gewählt hatten.

Nach 3 Stunden, 18 Minuten, 35,4 Kilometern und 1080 Höhenmetern, erreichten wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Über den Schnitt wollen wir dieses Mal nicht reden, aber dabei kommt es bei langen Läufen ja auch nicht an. Was zählt sind die Kilometer und davon hatten wir heute genug. Training vom 14-12-14Heute war einer der seltenen Tage, an denen ich mittags ein kurzes Schläfchen halten konnte, muss wohl an der Jahreszeit liegen. 

Insgesamt habe ich diese Woche knappe 100 Kilometer absolviert, gar nicht schlecht. Nächste Woche werde ich etwas weniger machen, wegen des Marathons an Heiligabend.Trainingswoche

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