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Vom Verletzungspech geplagt

In meinem letzten Beitrag ging´s um gute Vorsätze. Darüber, dass jetzt alles besser wird und so…

Mehr als ein halbes Jahr ist der Beitrag mittlerweile her. Seitdem herrscht Stille auf meinem Blog. Es gab ja auch schließlich nicht viel zu berichten. Keine Wettkämpfe, keine Bestzeiten, keine Topform… Nur Verletzungen und davon mehr als genug!

Naja, hat ja auch was, blogge ich in Zukunft eben nicht mehr über Wettkämpfe, sondern über Sportverletzungen.

Meine guten Vorsätze? – Ohhh, darüber reden wir besser nicht! Sagen wir´s mal so: die Dinge liefen nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Was hat sich gebessert? – Absolut nichts!

Das Verletzungs-Monster hat mich gerne! Es überrascht mich jedes Mal aufs Neue mit einem anderen Wehwehchen. Sobald ich mich auf dem Weg der Besserung befinde, steht schon die nächste Verletzung in den Startlöchern.

Mein Traum von einer neuen 100 Kilometer Bestzeit in diesem Jahr ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Ich kann euch sagen: das tut weh! Mehr als jeder Schmerz im Rücken, Schienbein, Fuß oder wo auch sonst.

Hab ich es mal wieder mit dem Training übertrieben?

Letztes Jahr, als ich mich auf die 100 Kilometer in Biel vorbereitet habe, gab es doch auch keine Probleme!

Begonnen hat das ganze Unheil im Februar und zwar bei der kleinen 15 Kilometer Hausrunde. Nach 6 Kilometern im lockeren Tempo, plötzlich ein stechender Schmerz im rechten Mittelfuß! Statt das Training einfach abzubrechen, wie es sich für einen VERNÜNFTIGEN Sportler gehört, quälte ich mich auch noch die letzten 9 Kilometer im Laufschritt bis nach Hause… „Ist bestimmt nichts Schlimmes“, dachte ich mir. Dem war leider nicht so…

Der Mensch ist vielerlei. Aber vernünftig ist er nicht. (Oscar Wilde)

Im März wurde es allmählich besser. Ich war heiß! Sofort stieg ich wieder voll ins Training ein, schließlich musste ich ja die ganzen versäumten Einheiten irgendwie wieder aufholen! 100 Kilometer pro Woche sind da das Minimum! Dann kamen die Ostern. Jaja die Ostern… Zu viel Zeit und zu viel gutes Essen… Langeweile und ein schlechtes Gewissen… Diese Kombination führt bei mir in der Regel zu gesteigerten Trainingsumfängen…  Freitags 20 km, samstags 30 km, sonntags 32 km und zu guter Letzt am Montag nochmal 50 Kilometer obendrauf. 132 Kilometer in 4 Tagen,  inklusive 1.500 Höhenmeter… War das zu viel des Guten? „Ja“ meinte mein Schienbein am nächsten Tag! Ganze sieben Wochen hatte ich daran zu knabbern…

Es wurde Mitte Mai, bis endlich eine Besserung eintrat. „Endlich wieder Laufen, aber dieses Mal etwas dosierter“ dachte ich mir. Leider war das Glück nicht sehr lange auf meiner Seite… Es war früh am Morgen, ich war müde und die Treppe glatt… Eins führte zum Anderen, es kam wie es kommen musste. Es riss mir meine Beine in die Luft und mein Allerwertester knallte volle Karacho auf die Kante der Granit-Treppe. Meine Schreie schallten durch das gesamte Dorf! Das war´s dann mal wieder mit Sport.

Mit ein paar Voltaren lief die Sache einen Monat später wieder einigermaßen. Jaja ich weiß… Gut ist das nicht, doch ich konnte die Beine einfach nicht mehr still halten. Ihr wisst ja wie das ist… Jedenfalls hätte ich sehr wahrscheinlich besser noch etwas länger gewartet, denn der Schmerz verlagerte sich nun von rechts nach links. Also ging ich mal wieder zur Röntgenpraxis zu einem Fotoshooting mit meiner Wirbelsäule. „Alles Ok“ meinte der Orthopäde, als er die Aufnahme meiner Wirbelsäule betrachtete und verschrieb mir ein paar 08/15 Einlagen.

Einlagen?

Ich weiß ja nicht… Davon halte ich eigentlich gar nichts! Seitdem ich das Buch Born to Run verschlungen habe, bin ich gegenüber Einlagen eher negativ eingestellt. Also wanderte der Karton mit meinem Fußabdruck ohne Umwege direkt in die Tonne. Einlagen… So ein Käse! Lieber erst Mal einen guten Physio um Rat bitten, bevor ich mir solche Dinger in die Schuhe stecke! Gesagt, getan… Besagtem Physio fiel auch direkt auf, dass meine Schuhe unregelmäßig abgelaufen sind. Zwar nicht besonders dramatisch, aber schon deutlich zu erkennen. Mein rechter Schuh ist auf der Innenseite etwas stärker abgenutzt als der Linke, was auf eine leichte Überpronation schließen lässt…

Schuhe abgelaufen

Schon seltsam, dass mir das bis jetzt nie selber aufgefallen ist…

Mittlerweile geht´s auch weider etwas besser. Ich kann sogar wieder einigermaßen Laufen! Zwar nicht ganz schmerzfrei, aber ich kann wieder Laufen! „Jetzt nur nicht wieder übertreiben Culli!“Leichter gesagt als getan, aber ich werde mir Mühe geben!

Meine aktuellen Probleme? – Ich gehe stark davon aus, dass es sich dabei noch um Spätfolgen von  meinem Sturz auf die Treppe handelt. Und genau das bestätigte mir eben auch mein Osteopath, von dem ich gerade komme. Der hat erst mal meinen Beckenschiefstand ausgeglichen und meinen Hüftbeuger, der total verkrampft war wieder gelockert! Jetzt fühlt sich alles irgendwie sehr komisch an… Irgendwie so unrund… Mein Hirn muss wohl erst wieder mit der korrekten Körperhaltung klar kommen… Damit alles gerade bleibt, habe ich noch ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg bekommen. Dehnen, 5 Mal am Tag, Hüftbeuger und Gesäßmuskel… Die werde ich jetzt erst Mal erledigen und hoffen, dass alles im Lot bleibt!

 

Gute Beine, schlechte Beine

© Africa Studio / Fotolia

Dieses Phänomen ist wohl jedem von uns Läufern bekannt. Es gibt Tage an denen man scheinbar schwerelos über die Strecke gleitet und es gibt Tage an denen sich die Beine anfühlen als wären sie mit Blei gefüllt.

Unzureichende Regenerationszeiten oder übertriebene Trainingsumfänge können natürlich die Ursache dafür sein, doch davon ist hier nicht die Rede.

Die Rede ist von der Art schweren Beinen, die einem völlig unvorbereitet und ohne logischen Grund den Lauf zur Hölle machen.

Die schweren Beine, die trotz mehrtägiger Ruhepause oder reduziertem Trainingsumfang völlig unerwartet auftauchen.

Heute war bei mir mal wieder so ein Tag, an dem ich das Gefühl hatte, als hätten sich zwei quengelnde Kleinkinder an meine Beine geklammert. Obwohl ich gestern, im Gegensatz zur vorigen Woche, nur eine Einheit absolviert hatte, hatte ich diese verflucht steifen, schwere Beine.

Doch warum ist das so? Warum hat man manchmal auch nach längeren Pausen schwere Beine? Wo liegt die Ursache für dieses Phänomen?

Als ich mich im Internet auf die Suche nach einer Lösung des Problems machte, stieß ich sehr oft auf die folgenden zwei Begriffe:

  • schlechte Durchblutung
  • Wassereinlagerungen

Scheinbar kann eine unzureichende Durchblutung der Beine zu Wassereinlagerungen führen, welche sich dann in Form von schweren Beinen äußern. Die Ursache für eine schlechte Durchblutung und Wassereinlagerungen können unter anderem folgende Punkte sein:

  • Mangelnde Aktivität
  • Einseitige Belastung
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Übergewicht
  • Venenschwäche
  • Infekte
  • Allergien
  • Schilddrüsenunterfunktion

Um schwere Beine zu vermeiden können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • Bewegung
  • Beine hochlegen
  • Massagen
  • Kaltes Wasser
  • Dehnen
  • Gesunde Ernährung
  • Yoga
  • Salben
  • Entwässerungstee
  • Kompressionsstrümpfe
  • Diät

Viele der oben genannten Möglichkeiten sind leicht in den Alltag einzubinden und können verhindern, dass man beim nächsten Lauf schon nach den ersten 100 Metern keine Lust mehr hat. Vor allem einfache Dinge wie Kompressionsstrümpfe, Beine hochlegen, eincremen und regelmäßige Bewegung sind leicht umzusetzen.

Also worauf wartest du noch? -Beine hochlegen und den schweren Beinen den Kampf ansagen 😉

 

 

 

 

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